Regionale Projekte

Hälfte der Fördergelder schluckt die Bürokratie

Leader – das siebenjährige Förderprogramm für die Entwicklung des ländlichen Raums ist bei der Halbzeit angelangt. Die Teilzeitbilanz sorgt für Wirbel. 150 Projekte wurden in Oberösterreich um rund 2,9 Millionen € umgesetzt. Weitere 2,6 Millionen € gingen aber für die Finanzierung des Managements drauf.

„Wenn fast die Hälfte des Fördervolumens in die Struktur fließt, dann kann das nur als Verschwendung von Steuergeld bezeichnet werden“, lässt SP-Landtagsklubchef Christian Makor kein gutes Haar an der Umsetzung des Leader-Förderprogramms. Seit 2014 und noch bis 2020 läuft die neue Periode. Rund 50 Millionen Euro stellen EU, Bund und Land für die Weiterentwicklung des ländlichen Raums zur Verfügung. Bis dato wurden 5,5 Millionen Euro verbraucht, wobei 2,9 Millionen Euro für die Projekt-Umsetzung ausbezahlt wurden, der Rest waren Verwaltungskosten.

Viele Projekte noch in Planung
„Die Ineffizienz muss sofort beseitigt werden. Der ländliche Raum braucht Unterstützung und keine Bürokratie“, fordert Makor den zuständigen Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) zum Handeln auf. Dieser spricht von einer Momentaufnahme: „Viele Projekte sind noch in Planung oder Genehmigungsphase. Am Ende der Periode wird deutlich mehr Geld für Projekte als für das Management ausgegeben worden sein!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

 

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