Fr, 22. Juni 2018

Landwirtschaft freut´s

26.02.2018 19:07

Schnee & Kälte sind ein Segen

Viele leiden unter der Kälte oder sind richtig genervt davon – für die Landwirtschaft aber ist so ein „echter“ Winter eher Segen. Die Schäden sind bislang vernachlässigbar, dafür geht es den Schädlingen an den Kragen, werden die Felder besser, wird die Arbeit im Wald leichter. Auch auf den Spätfrost gibt es Auswirkungen.

Kammerdirektor Werner Brugner zieht erste Bilanz – und die fällt positiv aus. „Allein im Wald kann wieder gearbeitet werden, der weiche Boden hat uns echt Sorgen gemacht“. Der Borkenkäfer bliebe zwar „unbeeindruckt“. Dafür würden andere, massive Schädlinge die Kälte nicht überleben, „vor allem solche, die bei uns nicht ursprünglich beheimatet sind. Wie Eichennetzwanze oder der Asiatische Laubholzbockkäfer.“

Das selbe gilt für den Baumwollkapselwurm, der im Wintergetreide überwintert und später in den Feldern wütet. Auch für den Acker ist die „Frostgare“, das ist die Frostsprengung des Bodens, wichtig, „der Boden wird krümeliger, ist leichter zu bearbeiten“.

Im Gemüsebereich bereiten dort, wo Glashäuser geheizt werden müssen, die erhöhte Energiezufuhr und die damit verbundenen Kosten Sorgen, „ansonsten läuft alles ganz normal ab“.

Beim Obst sei nichts so weit gediehen, dass es Schäden gibt, „außer fallweise bei der Marille“. Der Wein wäre nur in tiefen Lagen betroffen, „was wieder zeigt, dass der vernünftige Weinbauer genau schauen muss, wo er einen Garten anlegt.“

Für den Wasserhaushalt ist Schneefall „unbezahlbar, jede Feuchtigkeit ist da nur von Vorteil“.

Was den Spätfrost betrifft, der in den Vorjahren für Millionenschäden gesorgt hat, könnte der späte Winter vorbeugend wirken. „Weil die Vegetation damit nach hinten verschoben wird und Knospen noch nicht so weit sind, dass der späte Frost ihnen richtig schadet“.

Christa Bluemel
Christa Bluemel

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