18.11.2002 13:22 |

Mordfall Ötzi

Von Stammesgenossen im ewigen Eis ermordet

Der vermeintliche Kriminalfall liegt bereits 5300 Jahre zurück. Doch nun wollen die Forscher weitere Details über den Tod des Similaunmannes herausgefunden haben. Laut neuesten Forschungen soll Ötzi von einem Stammesgenossen ermordet worden sein.
Das Verbrechen ereignete sich im ewigen Eisder Nordalpen. Ein Pfeil schwirrte von hinten heran und traf Ötzian der linken Schulter. Ein Schnitt an der rechten Hand der Mumiedeutet auf einen Nahkampf hin, der anschließend stattgefundenhaben könnte.
 
Kriminalistische Spurensuche
Nun sind die Archäologen dem Täter aufder Spur, der Ötzi so in Bedrängnis brachte. AnnaluisaPedrotti, italienische Archäologin, will herausgefunden haben,dass ein Stammesgenosse Ötzi auf dem Gewissen hat. Die Pfeilspitze,die in Ötzis Körper entdeckt wurde, habe eine ganz besondereForm und komme nur in den südlichen Alpen und in Norditalienvor. Schon zuvor glaubten die Wissenschaftler herausgefunden zuhaben, dass der "Urtiroler" selbst aus dem Süden stammteund vor seinem Tod durch das Schnalstal ins Hochgebirge aufgestiegenwar.
 
Der Tod des Eismannes gibt den Wissenschaftlernweiterhin viele Rätsel auf. Noch ist ungewiss, ob der Pfeiltödlich war und ob sich Teile des Pfeils noch im Körperder Mumie befinden. Eine geplante Operation könnte den Forscherndarüber Auskunft geben.
Donnerstag, 06. Mai 2021
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