Do, 21. Juni 2018

Liederbuch-Affäre

22.02.2018 12:01

Hausdurchsuchung bei Burschenschaft Bruna Sudetia

Im Haus der Wiener Burschenschaft Bruna Sudetia ist es am Donnerstag zu einer Hausdurchsuchung gekommen. Die Studentenverbindung steht im Verdacht, ein Liederbuch mit antisemitischen Texten verwendet zu haben. Ein Sprecher der Polizeidirektion Wien bestätigte den Einsatz in der "Bude", die sich in der Strozzigasse befindet. Keine Auskunft gab es darüber, ob belastende Materialen sichergestellt werden konnten.

Bereits am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen unbekannt wegen Wiederbetätigung bestätigt. Die Burschenschaft steht im Verdacht, durch den angeblichen Besitz eines Liederbuchs mit antisemitischen und den Holocaust verherrlichenden Texten gegen das Verbotsgesetz verstoßen zu haben. Die Bruna Sudetia selbst betritt bereits nach Bekanntwerden der Affäre den Besitz des Lieberbuches und kündigte rechtliche Schritte an.

Götschober ließ sich beurlauben
Der Vorsitzende der Verbindung, Herwig Götschober, ließ sich unterdessen als Pressereferent im Büro von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) beurlauben. In der Aussendung des Verkehrsministeriums vom Mittwochabend werden die Texte als "zutiefst abzulehnend" bezeichnet. Schon zuvor hatte Götschober via Ministeriumssprecher erklärt, er kenne das besagte Liederbuch nicht. Sein eigenes weise weder in Inhalt noch in Aufmachung eine Ähnlichkeit auf.

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