Da der Rausch nach dem Drogenkonsum ausbleibe, lasse auch der Drang der Süchtigen nach, die Droge weiter zu konsumieren. Die Wirkung des Impfstoffs besteht darin, dass sich im Blut der Süchtigen Antikörper bilden, die den Weg des Kokains ins Gehirn blockieren und dadurch den "Kick" verhindern. Antikörper haften sich an die kleineren Kokain-Moleküle und machen sie damit unschädlich. Die Autoren betonen aber, dass die Vakzine nur bei einer Minderheit der Testpersonen wirksam gewesen ist.
In der sechsmonatigen Testphase hatten 38 Prozent der 115 kokainsüchtigen Versuchsteilnehmer eine ausreichend hohe Antikörper-Konzentration gebildet, um den Rauschzustand zu blockieren, heißt es in der Studie. Durch regelmäßige Urinproben sei nachzuweisen gewesen, dass diese Süchtigen deutlich weniger Kokain konsumierten. Die Antikörper-Konzentration sei allerdings nur etwa zwei Monate auf einem wirksamen Niveau geblieben, weswegen regelmäßige Nachimpfungen nötig seien.
Trotz der eingeschränkten Wirksamkeit werteten die Forscher den Ansatz als vielversprechend. "Vor 15 Jahren hätte niemand gedacht, dass sich Antikörper gegen derart kleine Moleküle wie Kokain bilden ließen", sagte der Chefautor der Studie, Thomas Kosten.












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