21.02.2018 08:47

Für „soziale Moral“

Aktion scharf in China gegen Beerdigungs-Stripper

Andere Länder, andere Sitten: So ist es in bestimmten Regionen in China durchaus angebracht, Stripper für Beerdigungen zu engagieren. Die exotischen Tänzerinnen sollen mehr Trauernde zum letzten Geleit des Verstorbenen locken und außerdem den Reichtum der Familie zeigen. Den Behörden ist diese anrüchige Tradition jedoch ein Dorn im Auge: Die "soziale Moral" würde dadurch verdorben. Die Regierung will nun verstärkt gegen solche Showeinlagen vorgehen.

Leicht bekleidete Damen, die um einen Sarg tanzen, sind ein Phänomen, das sich in Taiwan in den vergangenen Jahren zunehmend an Beliebtheit erfreut. Doch dem chinesischen Kulturministerium ist das zu unsittlich. Es hat nun "Striptease" und andere "obszöne, pornografische und vulgäre Darbietungen" auf Beerdigungen, Hochzeiten und anderen öffentlichen Veranstaltungen im Visier. Eine eigene Hotline wurde nun eingerichtet, wo man Übeltäter bei den Behörden melden kann, berichtet die chinesische Tageszeitung "Global Times".

Es ist nicht das erste Mal, dass China das wilde Treiben auf Trauerveranstaltungen unterbinden will. Bereits 2006 und 2015 gab es Kampagnen, um dem Spuk ein Ende zu setzen. Diese führten allerdings nicht zum gewünschten Erfolg. Öffentliche Erotik ist in China generell untersagt.

Professionelle Entertainer für eine Beerdigung zu engagieren, ist in ländlichen Gegenden Chinas nichts Ungewöhnliches. Allerdings handelt es sich dabei meist um Opernsänger, Schauspieler oder Komiker – der Trend, nackte Tatsachen während der Trauerzeremonie zu präsentieren, ist dagegen eher neu.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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