Di, 21. August 2018

380 kv-Freileitung

19.02.2018 17:00

Im deutschen Netz geht es unter die Erde

Seit dem Sturm Kyrill im Jahr 2007 gibt es in Deutschland eine klare Tendenz: Stromleitungen unter die Erde! Dazu bekannte sich auch die deutsche Enviam-Tochter Mitnetz, die  74.000 km an Leitungen betreibt. Bei der Salzburg-Leitung  bestärkt  ein neues Gutachten zu wiederholten Male die Freileitungsgegner. Udo Stöger, der Leiter für den Netzbetrieb der Mitteldeutschen Netzgesellschaft (Mitnetz) bestätigt: Seit 2007 haben wir den Verkabelungsgrad stetig erhöht, wir liegen derzeit bei 60 Prozent. Bis 2015 sollen 90%  der Leitungen in die Erde kommen.“ Mitnetz betreibt in den deutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg ein 74.000-Kilometer-Stromnetz.

Seit dem Sturm Kyrill im Jahr 2007 gibt es in Deutschland eine klare Tendenz: Stromleitungen unter die Erde! Dazu bekannte sich auch die deutsche Enviam-Tochter Mitnetz, die  74.000 km an Leitungen betreibt. Bei der Salzburg-Leitung  bestärkt  ein neues Gutachten zu wiederholten Male die Freileitungsgegner.

Udo Stöger, der Leiter für den Netzbetrieb der Mitteldeutschen Netzgesellschaft (Mitnetz) bestätigt: Seit 2007 haben wir den Verkabelungsgrad stetig erhöht, wir liegen derzeit bei 60 Prozent. Bis 2015 sollen 90%  der Leitungen in die Erde kommen.“ Mitnetz betreibt in den deutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg ein 74.000-Kilometer-Stromnetz.

Und bei uns? Alles unmöglich, ein 380-kV-Erdkabel sei nicht Stand der Technik, so betet es der Verbund den Freileitungsgegnern immer wieder vor. Und er hat deshalb auch nur eine 113 Kilometer lange Freileitung mit 451 Masten eingereicht. Über den Bau oder den Stopp entscheidet nun das Bundesverwaltungsgericht in zweiter Instanz in Wien. Das Land Salzburg hatte  den Bau der Salzburg-Leitung bereits im  Dezember 2o15 bewilligt, doch immer mehr Experten kritisieren diese Entscheidung. Der Innsbrucker Univ.-Prof. Karl Weber  schließt  in einem Gutachten sogar strafrechtliche Konsequenzen für das Land und seine Beamten nicht aus: Weil  der Nockstein, obwohl alle Voraussetzungen gegeben sind, nicht unter Schutz gestellt wurde: „Dann geht es nicht mehr darum, dass ein Schutzgebiet möglich ist, es besteht  die Verpflichtung, ein solches auszuweisen.“

Auch die SP ist jetzt gegen die Freileitung

Spät ist auch die Salzburger SP auf den Zug gegen die zerstörerische Freileitung aufgesprungen. Das hätte sie auch bereits  machen können, als Gabi Burgstaller noch Landeshauptfrau war und sich kaum engagierte.

Neues Gutachten für den Schutz des Nocksteins

Zwei Monate vor der Landtagswahl will die SP  demnächst ein Gutachten des renommierten Experten Nikolaus Raschauer präsentieren, eines ausgewiesenen Experten im Verfassungs-, Verwaltungs- und Europarecht. Darin geht es um die Frage, ob es in der Causa Nockstein tatsächlich ein Torpedierungsverbot gebe. Das Land hatte nämlich stets behauptet, es könne den Nockstein nicht unter Schutz stellen, weil der Verbund eben dort eine Freileitung bauen wolle. Doch auch Ramsauer kommt, wie Univ.-Prof Karl Weber, zu dem Schluss, dass ein Geschützter Landschaftsteil rund um den Nockstein selbstverständlich möglich sei. Der Verbund brauche ja nur die Trassenführung zu ändern, das Vorhaben selbst sei durch ein Schutzgebiet sicher nicht in Gefahr.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber

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