Sa, 23. Juni 2018

17 Mal in 2 Wochen

19.02.2018 16:48

Serien-Einbrecher sagte nach Urteil „Danke“

Als freier Mann verließ ein Moldawier (20) das Landesgericht Salzburg. Die sechs Monate unbedingte Gefängnisstrafe saß er in der Untersuchungshaft ab – weitere 14 Monate sprach die Vorsitzende auf Bewährung aus.   „Entschuldigung, ich werde es nicht mehr tun“, gab er kleinlaut zu Protokoll.

Gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Cousin reiste der unbescholtene Bauarbeiter nach Österreich. „Eigentlich zum Arbeiten“, so seine Verfahrenshelferin Nina Letocha. Aber die Gelegenheit durch Einbrüche Geld zu machen, war wohl zu verlockend: 17 Mal schlug das Trio in Salzburg, NÖ und Steiermark zu. Zeitraum: 9. bis 22. Oktober 2016. Vorwiegend in Wohnhäusern stahlen sie Elektronika, Werkzeug, Bekleidung, aber auch  zwei Autos. An einem Tatort – einer Lagerhalle in Elsbethen – legten die drei sogar Matratzen aus und schliefen dort.

Moldawier gestand: „Wir hatten kein Geld und keine Arbeit“

Erwischt wurde der 20-Jährige im August 2017 in der Ukraine. Bis zur Auslieferung saß er dort in U-Haft. „Ich  hatte nichts zu essen, Arbeit haben wir keine gefunden. Da hatte mein Bruder die Idee mit den Einbrüchen“, so der werdende Vater bei seinem Geständnis. Dass „einige DNA-Treffer“ gefunden wurden, hob Staatsanwältin Karin Sperling hervor.  250 Euro, die Anwalt Joachim Schneebauer als Schadenersatz forderte, muss der Moldawier auch zahlen. „Danke“, sagte er zur Richterin nach der Urteilsverkündung.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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