Fr, 22. Juni 2018

Nach starken Erdstößen

17.02.2018 17:21

Minister-Hubschrauber stürzt auf Beben-Überlebende

Nachdem am Freitagabend ein Erdbeben der Stärke 7,2 in Mexiko für Panik gesorgt hat, ist es kurz darauf zu einem weiteren dramatischen Unglück gekommen:  Ein Hubschrauber von Innenminister Alfonso Navarrete - er wollte sich ein Bild der Lage machen – stürzte auf Überlebende des Bebens. Der Pilot verlor kurz vor der Landung die Kontrolle über den Helikopter. Die 13 Opfer hatten am Boden auf die Ankunft des Ministers gewartet.

Fünf Monate nach einer Erdbeben-Katastrophe mit Hunderten Toten gerieten in der mexikanischen Hauptstadt erneut Gebäude ins Wanken, Bewohner liefen in Panik auf die Straße. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Zentrum des Bebens im südwestlichen Bundesstaat Oaxaca in einer Tiefe von fast 25 Kilometern.

Laut dem Erdbebenwarnsystem Sky Alert waren die Erschütterungen auch in den Bundesstaaten Guerrero, Michoacan und Puebla zu spüren. Nach fast einer Stunde folgte ein kräftiges Nachbeben der Stärke 5,9.

In Mexiko-Stadt gab es nur "kleinere Schäden", wie Bürgermeister Miguel Angel Mancera sagte. In den Städten Pinotepa de Don Luis und Santiago Jamiltepec nahe dem Zentrum des Bebens in Oaxaca wurden jedoch mehrere Gebäude beschädigt. Die Behörden richteten Notunterkünfte ein.

Keine Toten oder Verletzten durch Beben, aber wegen des Absturzes
Nach Angaben der Regierung gab es bei dem Beben keine Toten oder Verletzten. Wie das Innenministerium jedoch mitteilte, verunglückte der Hubschrauber mit Minister Navarrete und Oaxacas Gouverneur Alejandro Murat an Bord. Am Boden seien 13 Menschen ums Leben gekommen.

Navarrete sagte dem Fernsehsender Televisa, mehrere Insassen des Militärhubschraubers seien verletzt worden. Der Pilot hatte demnach beim Landeanflug in einer Höhe von 40 Metern die Kontrolle über die Maschine verloren.

"Wir leben in ständiger Angst"
In Mexiko-Stadt versammelten sich Tausende Menschen unter freiem Himmel, als die Erdbeben-Warnsirenen ertönten. "Wir sind rausgerannt, das ist das Einzige, was wir tun können", sagte Kevin Valladolid aus dem Stadtteil Roma. "Wir leben in ständiger Angst", sagte eine Bewohnerin im Norden der Stadt. "Wir kamen kaum die Stiegen runter", sagte die 72-jährige Graciela Esclalante. "Wir dachten, dass alles wieder einstürzt."

Der Erdstoß weckte Erinnerungen an zwei verheerende Beben im September, bei denen Hunderte Menschen ums Leben kamen. Am 7. September waren bei einem Erdbeben der Stärke 8,2 in Südmexiko 96 Menschen getötet worden.Knapp zwei Wochen später ereignete sich eine weitere Katastrophe im Zentrum des Landes. Bei dem Erdbeben am 19. September starben 369 Menschen. Auf den Tag genau 32 Jahre zuvor waren bei einer Erdbeben-Tragödie 10.000 Menschen in Mexiko gestorben.

 krone.at
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