16.02.2018 19:00 |

50 Privatkonkurse

Gesetzesänderung: Doppelt so viele Konkurse!

Mehr als doppelt so viele Privatkonkurse als üblich hat es im neuen Jahr in Kärnten gegeben. Überraschend kommt der Anstieg nicht – schließlich muss die alte Mindestquote von zehn Prozent bei Verfahren nicht mehr erfüllt werden. Davon profitieren vor allem ehemalige Unternehmer und Teilzeit-Beschäftigte.

50 private Verfahren waren im Jänner in Kärnten eröffnet worden. Ein Zuwachs von 56 Prozent. Die Passiva stiegen von 3,7 auf 5,9 Millionen Euro. Hauptverantwortlich ist die Gesetzesänderung, die im November österreichweit in Kraft getreten ist: Seither müssen Schuldner keine Mindestquote erfüllen. Es könnten auch schon ein bis zwei Prozent reichen. Allerdings sei das Verfahren mit strengeren Auflagen verbunden, betont Arno Ruckhofer vom Alpenländischen Kreditorenverband. „Die Schuldner müssen nachweisen, dass sie während der fünfjährigen Verfahrensdauer einer geregelten Arbeit nachgehen.“

Damit sei es auch nicht mehr möglich, „schwarz“ eine Tätigkeit auszuüben – wie es früher oft versucht worden sei, um das Geld rascher auftreiben zu können. Nutznießer der neuen Regelung seien vor allem ehemalige Unternehmer sowie Menschen mit geringem Einkommen oder Teilzeitbeschäftigungen.Grundsätzlich sei aber nicht mit einer massiven Zunahme der Verfahren zu rechnen, da die derzeitige Welle wieder abflachen werde.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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