Sturm hatte zwar anfangs mehr Spielanteile, tat sich aber gegen kompakte Kapfenberger schwer. Trainer Franco Foda nahm Teamspieler Jakob Jantscher nach einer schwachen Vorstellung bereits in der 32. Minute vom Platz und ersetzte ihn durch Haris Bukva. Die offizielle Begründung: Jantscher habe Adduktorenprobleme und werde geschont.
Fukal und Kozlesky mit den größten KSV-Chancen
Andreas Hölzl (8.) und Jantscher (18.) hatten die wenigen guten Möglichkeiten für die Grazer vergeben. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wäre Sturm sogar fast in Rückstand geraten. Milan Fukal kam frei vor dem Tor zum Kopfball, der Köpfler war allerdings harmlos. Die Kapfenberger (zwei Tore in zehn Spielen) versuchten, aus gesicherter Defensive Erfolg zu haben. Deni Alar begann als Solospitze, hatte aber keine Torchance und wurde in der 52. Minute ausgetauscht. Sein Ersatzmann Arno Kozelsky (60.) hatte acht Minuten später die Gelegenheit, den Führungstreffer zu erzielen. Sein Flugkopfball nach Flanke von Patrick Osoinik landete jedoch in den Armen von Sturm-Goalie Christian Gratzei.
Ausgepumpte Grazer "Eurofighter"
Nach dem Seitenwechsel verflachten Sturms Angriffsbemühungen endgültig. Die Europa-League-Starter, drei Tage zuvor war man noch in Istanbul gegen Galatasaray im Einsatz (1:1), wirkten müde und spielten erst in der Nachspielzeit eine Torchance heraus. Kapfenbergs Goalie Raphael Wolf hatte mit dem Flachschuss von Daniel Beichler (91.) allerdings kaum Mühe.
Das sagten sie nach dem Spiel
Franco Foda (Sturm-Trainer): "Es war ein schwieriges Spiel, das habe ich vorher schon gewusst. Es gab viele Gründe, warum wir nicht gewonnen haben. Wir hatten in der ersten Halbzeit drei Möglichkeiten, die haben wir nicht genutzt. Es hat mir die Unterstützung der Fans für die eigenen Spieler gefehlt. Die Mannschaft braucht die Fans nicht nur, wenn es gut läuft, sondern gerade dann, wenn es schlecht läuft."
Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Mannschaft war defensiv hervorragend, offensiv müssen wir aber viel mehr Selbstbewusstsein haben. Kozelsky hat eine tausendprozentige Chance vergeben. Die Mannschaft hat sich als Einheit präsentiert."
tipp3-Fußball-Bundesliga, 10. Runde: SK Puntigamer Sturm Graz - Kapfenberger SV Superfund 0:0. UPC-Arena, 11.194, SR Gangl.
Gelbe Karten: keine bzw. Felfernig, Gansterer, Hüttenbrenner.
Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki -
Hölzl (83. Lavric), M. Weber, Hlinka, Jantscher (32. Bukva) -
Muratovic (70. Hassler), Beichler.
Kapfenberg: Wolf - Gansterer, Rauscher, Fukal, Osoinik (69.
Hüttenbrenner) - Majstorovic - Siegl, Sencar (61. Scharrer), Heinz,
Felfernig - Alar (52. Kozelsky).









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