Negative Spätfolgen

Zu viel Süßes in der Kindheit macht später aggressiv

Wissenschaft
01.10.2009 15:38
Wer als Kind täglich Schokolade oder andere Süßigkeiten nascht, wird nach Überzeugung britischer Forscher in späteren Jahren eher aggressiv. In einer Langzeitstudie kamen Wissenschaftler der Universität Cardiff zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass mehr als zwei Drittel der Anfang-30-Jährigen, die sich gewalttätig verhielten, als Zehnjährige jeden Tag genascht hatten.

Unter den friedfertigeren Versuchspersonen aß dagegen nicht einmal die Hälfte in der Kindheit täglich Süßes. Für die in der Oktoberausgabe des "British Journal of Psychiatry" veröffentlichten Studie untersuchten die Forscher fast 17.500 Briten, die in den 1970er-Jahren geboren wurden.

Wer als Kind regelmäßig Süßigkeiten bekomme, der lerne möglicherweise nicht, geduldig auf etwas zu warten, sagte einer der beteiligten Wissenschaftler. Dies führe zu einem "impulsiven Verhalten", das mit kriminellen Handlungen verbunden sei.

Eine bessere Ernährung könne daher nicht nur einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Kinder haben, sondern auch deren Aggressivität verringern, hieß es in der Studie.

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