14.02.2018 23:00 |

Neue Grundverordnung

Datenschutz auch im Fußball

Mit 25. Mai tritt die Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Sie soll die Privatsphäre schützen, bedeutet aber viel Aufwand für Firmen, Behörden, Einrichtungen und Vereine. Diese müssen sich durch einige Belastungen und Auflagen kämpfen. Der Chef des Kärntner Fußballverbandes appelliert daher an die Bundespolitik.

9980 Vereine sind in Kärnten angemeldet, und jeder zeichnet Grunddaten der Mitglieder wie Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer auf. Musikvereine speichern etwa Instrument oder Stimmlage, Boxvereine das Gewicht. Die Daten von Fußballern sind für die Spielerpässe relevant.

Entlastung gemeinnütziger Vereine
Der Präsident des Kärntner Fußballverbandes, Klaus Mitterdorfer, appelliert jetzt an Kanzler, Vize und Minister, gemeinnützige Vereine zu entlasten oder die Aufgabe zumindest zu erleichtern. „Die Vereine müssen in Zukunft dokumentieren, wie sie mit personenbezogenen Daten umgehen, und sie sichern. Es braucht Datenschutzbeauftragte und Sicherheitsmaßnahmen. Werden diese von Dienstleistern erstellt, müssen Verträge geschlossen werden.“

Auch Feuerwehrverband in Sorge
Die Verordnung sehe sogar „Datenschutzfolgeabschätzungen“ vor. Mitterdorfer: „Wir haben 185 Vereine; für sie sind die EU-Vorgaben zu groß. Sie werden viele Menschen davon abhalten, weiterhin ehrenamtliche und soziale Aufgaben zu übernehmen.“ Dabei wären Vereine als sinnvolle Freizeitgestaltung und Lebensschule unverzichtbar. Sorgen macht man sich auch beim Feuerwehrverband. Landeskommandant Rudolf Rubin: „Der Dachverband prüft derzeit, wie vorzugehen ist.“

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