"Landhausplatz neu"

Umbau kostet 6,2 Millionen - heftige Debatte im Landtag

Tirol
01.10.2009 14:19
Für sehr emotionale Debatten hat bei der Oktobersitzung des Landtages die Neugestaltung des Landhausplatzes gesorgt. "Der Eduard-Wallnöfer-Platz wird seiner Bedeutung entsprechend wieder zu einem attraktiven Zentrum für Bürger, Verwaltung und Politik", erklärte Landesrat Christian Switak. Ganz anders sieht das Fritz-Landtagsabgeordneter Gottfried Kapferer: "Das wird eine viel zu teure Betonwüste!"

Im Sommer präsentierte der zuständige Christian Switak (ÖVP) die Pläne für die Neugestaltung des Landhausplatzes. Eine Fachjury entschied sich einstimmig für das Projekt der Arbeitsgemeinschaft asteludin/stiefel kramer/grüner. Kosten: 6,2 Millionen Euro. Baubeginn ist im Frühjahr, die Fertigstellung im Herbst 2010. "Der Platz wird ein zeitgemäßes, urbanes Gesicht erhalten", so Switak.

Am Donnerstag und am Mittwoch war nun der Landtag am Wort, die Debatte war sehr emotional und konträr. Während ÖVP, SPÖ und Teile der Grünen das Projekt verteidigten, verteufelten Liste Fritz und FPÖ den "Landhausplatz neu". "Nach BTV-, Sparkassen-, Franziskaner-, und Adolf-Pichler-Platz bekommt die Stadt nun eine weitere Betonwüste dazu. Außerdem ist das Projekt viel zu teurer. Dieses Geld würde man besser in den Sozialbereich investieren", so Gottfried Kapferer von der liste fritz.

Ähnlich auch Richard Heis von den Freiheitlichen: "In Zeiten, in denen man jeden Cent dreimal umdrehen muss, ist so ein Vorhaben sicher nicht zu rechtfertigen."

"Kein Hinterhof mehr"
"Der Platz ist zu wenig grün", meinte Maria Scheiber von den Grünen, die gegen das Projekt stimmte. Anders ihr Klubobmann Georg Willi: "Ich glaube an diesen Platz und bin fest davon überzeugt, dass dem jetzigen Hinterhof der Maria-Theresien-Straße durch das neue Konzept Leben eingehaucht wird."

Toni Pertl (ÖVP) sieht das ähnlich: "Der Landhausplatz ist zuletzt zu einem Dauerparkplatz verkommen, der nur für Veranstaltungen geräumt wurde."

Lisa Jenewein (SPÖ) glaubt, dass das Konzept gut durchdacht ist: "Die Kosten sind in Anbetracht der Rahmenbedingungen – wie zum Beispiel der Tiefgarage – vertretbar."

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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