13.02.2018 16:36 |

Beide wurden angezeigt

Scheinehe: Serbe und Rumänin flogen auf

Aufgeflogen ist jetzt eine Scheinehe zwischen einem 46-jährigen Serben und einer 44-jährigen in Wals lebenden Rumänin. Die beiden hatten sich offenbar zusammengetan, weil der Serbe durch die Ehe mit einer EU-Bürgerin seine in der Heimat lebende Familie nach Österreich hätte holen können.

Bei der Prüfung von Dokumenten des Serben gab es offenbar im Magistrat Unstimmigkeiten. Man wandte sich an die Polizei. Nach wochenlangen Ermittlungen stand schließlich fest: Die Rumänin und der Serbe hatten nur zum Schein geheiratet. Der Mann wollte seine Angehörigen aus Serbien nach Österreich bringen. Als Ehemann einer EU-Bürgerin hätte er das auch tun können. Nun wird es aber nichts mit dem Familien-Nachzug. Beide wurden angezeigt und müssen sich demnächst vor Gericht verantworten. Wie viel Geld in diesem Fall geflossen ist, muss noch ermittelt werden.

Aus Polizeikreisen heißt es, dass 8000 bis 15.000 Euro für eine Scheineheschließung bezahlt werden. Die Partner, die damit den Aufenthaltstitel für die EU und Österreich erhalten, können ihre Familien zu sich holen. Später wird dann still und leise die Scheidung eingereicht.

Erst im vergangenen Frühjahr konnte eine aufmerksame Standesbeamtin in Mattighofen verhindern, dass ein Türke und eine in Salzburg lebende Rumänin eine Scheinehe schließen. Ihr war aufgefallen, dass die beiden schon am Standesamt in Salzburg abgewiesen worden sind. Das Strafmaß für eine Scheinehe beträgt bis zu einem Jahr Haft.

Manuela Kappes
Manuela Kappes
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