Bald auch in Wien?

Legal! Cannabis nun auch ohne Rezept

In Kalifornien kann jeder volljährige Bürger seit dem 1. Jänner 2018 legal Cannabis kaufen und konsumieren. Schlaue Geschäftsleute haben sich perfekt darauf vorbereitet: Stylische Läden, die eher wie Apple Stores aussehen und kaum an die Rauchhöhlen von Amsterdam erinnern. Ein Konzept, dass auch in Wien aufgehen könnte - doch wann?

Die US-Firma "MedMan" war für den Tag, an dem man zum ersten Mal in Kalifornien legal und ohne Rezept Mariuhana kaufen konnte, gewappnet. Der Andrang bei der Eröffnung war groß, immerhin sind sie eine der ersten, die eine derartige Linzenz zum Cannabis-Verkauf inne haben. Auf den roten T-Shirts der Mitarbeiter ist groß "It's legal" zu lesen. Auf den Verkaufstischen kann man auf iPads die Preise für die verschiedenen Sorten nachschauen. Zwischen vier und 45 Euro kostet das Gramm. Jede Sorte wartet zudem in einer durchsichtigen Box inklusive Öffnung zum Riechen auf die Besucher. Auch eine Lupe steht bereit, damit alles genau erkundet werden kann.

#Pralinen und Cookies

Jeder Verkäufer holt schließlich die Bestellung des Kunden an der zentralen Ausgabestelle ab, die durch eine dicke Glaswand geschützt ist. Wer nicht rauchen möchte, kann Cannabis-Pralinen, Cookies und mehr probieren. Türsteher achten darauf, dass sich die Kunden den ersten Joint nicht gleich beim Rausgehen anzünden - in der Öffentlichkeit ist das Rauchen nämlich nach wie vor verboten.

#Auch in Österreich

"MedMan" bietet ein Konzept, dass auch in Wien gut ankommen würde. Weg vom schmuddeligen Drogen-Image, hin zum stylischen Boutique-Shopping. Das erste Cannabis-Cafe, in dem es legal ist zu rauchen, wurde im Dezember in Graz eröffnet. In der "Graslerei" - ein Coffeeshop nach Amsterdam-Modell - dürfen die Gäste dem grünen Dunst fröhnen, weil das verkaufte Marihuana zu wenig Wirkstoff aufweist, um als Droge zu gelten. Auch dort konnten sie sich vor einem Kundenansturm nicht erwehren. Auch in Wien wird seit Sommer letzten Jahres im Shop Magu im 7. Bezirk legal Cannabis verkauft. Ihre "Aromaprodukte" dürfen sie verkaufen, weil die Blüten unter 0,2 Prozent THC enthalten. Das Geschäft nutzt die Grenze zur Illegalität mit dem geringen Wert der psychotropen Substanz geschickt aus. 

Eine Legalisierung hätte zur Folge, dass auch in dem Wiener Shop Cannabis mit einem THC-Wert von bis zu 20 Prozent verkauft werden dürfte - so viel hat im Moment das illegale "Straßen-Gras". Dies würde sicher den bereits guten Umsatz mit dem lokalen Mariuhana noch steigern.

Februar 2018

Was meint ihr dazu? Sollte Mariuhana legalisiert werden? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Viktoria Graf
Viktoria Graf
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