Mo, 23. Juli 2018

Nach Stromausfall

01.02.2018 16:26

Südafrika: 900 Kumpel in Goldmine eingeschlossen

In Südafrika sind in einer Goldmine mehr als 900 Bergarbeiter eingeschlossen. Die Kumpel säßen seit Mittwochabend nach einem Stromausfall unter Tage in dem Bergwerk in der Provinz Freistaat fest, teilte die Gewerkschaft AMCU am Donnerstag mit.

Bisher seien nur 40 Bergarbeiter gerettet worden, hieß es in einer auf Twitter verbreiteten Mitteilung.

Die Gewerkschafter forderten den Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater, die Betreiberfirma der Beatrix-Goldmine auf, die Rettungsarbeiten schneller voranzutreiben. "Die AMCU wertet diesen Vorfall aufgrund der hohen Zahl der betroffenen Arbeiter als extrem", so die Gewerkschaft. Das Unternehmen sei nur unzureichend auf einen solchen Notfall vorbereitet, so die Kritik der AMCU. Es könnte bereits Gefahr für die Bergmänner durch Dehydrierung und wegen niedrigen Blutzuckers bestehen.

Schwerer Sturm beschädigte die Stromleitungen
Ein Sprecher der Betreiberfirma Sibanye-Stillwater ging davon aus, dass es den Eingeschlossenen gut gehe. James Wellsted sagte dem Sender ANN7, "sie sind wahrscheinlich müde, aber ich glaube, es geht allen gut". Bisher konnten 64 Kumpel gerettet werden, aber etwa 900 seien noch unter Tage, fügte er hinzu. Ein schwerer Sturm habe die Stromleitungen beschädigt, und daher konnten die Bergarbeiter nach dem Ende ihrer Schicht nicht wieder nach oben gebracht werden.

In dem Bergwerk wird Gold in einer Tiefe von 700 Metern und 2200 Metern unter der Oberfläche abgebaut. Sibanye-Stillwater gehört der Website des Unternehmens zufolge zu den zehn größten Goldproduzenten der Welt. Im Beatrix-Bergwerk wird seit 1985 Gold abgebaut, im Vorjahr waren es knapp über zehn Tonnen.

 krone.at
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