Tolle Optik

Die Sonne Brasiliens im eigenen Heim

Wohnkrone News
24.09.2009 17:39
Von der edlen Antikoptik in Marmoredelputz über Fototapeten, Edelwolle, Lehmputze bis hin zur künstlerisch angeordneten CDs – wenn es um die Wandgestaltung geht, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Etwas ganz Neues für den gesamten europäischen Raum sind brasilianische Kokosmosaike für Wand, Decke und Boden.

Echte Neuigkeiten sind in der Mode wie auch beim Wohnen rar wie seltene Edelsteine. Meist wiederholen sich in bestimmten Jahresrhythmen Trends, die ein wenig umgewandelt, dann meist als Retro-Looks angepriesen werden.

Und so sind dann zum Beispiel wieder grellbunte Tapeten aus den 70er-Jahren angesagt. Oder die Wände werden auf der Suche nach unverfälschter Natur wie anno dazumal grob mit Lehmputz gestaltet.

Wirklich eine echte, originelle - und noch dazu sehr umweltfreundliche -  Neuigkeit im Bereich der Wohngestaltung sind die Kokosmosaike.

Aus den Schalen der Kokosnuss
Der Name ist Programm. Denn die im Format 2 x 2 und 3 x 3 erhältlichen Mosaike werden tatsächlich aus den Schalen der Kokosnuss gefertigt.

Der Ursprung dieses neuen Naturedelproduktes liegt übrigens im Künstlerischen. In Brasilien werden traditionsgemäß aus den Kokosnussschalen Schmuckstücke und Gebrauchsgegenstände angefertigt. Und so entwarf auch der Künstler und Designer Eduardo Queiroz Schmuckstücke aus diesem im sonnigen Brasilien so beliebten Material. Dabei entstand die Idee, die Schalen auch für Wand- und Bodenbeläge zu nützen. Heute gibt es dafür ein eigenes patentiertes Verfahren mit dem klingenden Namen „Ekobe“, was in der Sprache der Ureinwohner Brasiliens, der Tupi-Guarani, „Leben“ bedeutet.

„Durch ein spezielles Verfahren werden die  Ekobe-Kokosmosaike aus Bahia Kokosnussschalen hergestellt. Die Kokosnussschale enthält ca. 50% Lignin, also natürliches Harz, das ihr eine einzigartige Widerstandskraft verleiht. Die resultierende Oberfläche bietet eine gleichmäßige und fugenlose Textur“, erläutert DI Orlando Capela, von der deutschen Exklusivfirma „Decor Petra“, der das Kokosmosaik in Brasilien entdeckte und seither den Generalvertrieb der „Ekobe“-Linie für den europäischen Raum übernommen hat.

Härter als Tropenholz
Wer einmal ohne wirklich geeignete Hilfsmittel versucht hat, eine Kokosnuss zu öffnen, weiß es aus eigener Erfahrung: Die Kokosnuss ist ein hartes Ding. Wissenschaftlich ist belegt, dass die Schalen sogar über eine größere Härte als Tropenholz verfügen. Ohne diese Widerstandsfähigkeit zu verlieren, können durch das spezielle Verfahren die Ekobe-Kokosmosaikmatten so schmiegsam sein, dass selbst die Gestaltung runder Bereiche möglich ist: Bereits bei Zimmertemperatur lassen sich die Matten vorsichtig biegen und so dem gewünschten Einsatzbereich perfekt anpassen.

Zusätzlich punktet „die harte Nuss“ aber ganz besonders auch als Bodenbelag mit einer besonders guten Wärmedämmung und Schallreduzierung.

Bemerkenswert ist auch das zur Verfügung stehende Farbenspiel: Die unterschiedlichsten Braun- und Beigetöne bis hin zu Elfenbein- und Ebenholzfarben stehen zur Wahl und verleihen dem Raum eine exklusive Atmosphäre mit dem Touch der Sonne Brasiliens.

Ein nachhaltiges Naturprodukt
Nicht unwichtiger Nebenaspekt der Kokosmosaike: Es handelt sich dabei um ein nachhaltiges Naturprodukt und könnte sich daher zu einer echten umweltfreundlichen Alternative, z. B. zum Tropenholz, entwickeln, von dessen Einsatz die Umweltschützer ohnedies dringend abraten (Schutz des Regenwaldes).

Für dieses neue Material muss auch keine einzige Pflanze ihr Leben lassen, denn nur die Schalen der Früchte werden verwendet. Ein gutes Beispiel für nachhaltige Produktion: Die hochwertige Milch und das Fruchtfleisch werden gegessen, der „Abfall“, die Schale, als optisch attraktives Gestaltungselement im Wohnbereich weiter genutzt. Auch beim „Ekobe“-Verfahren selbst werden ausschließlich natürliche Rohstoffe eingesetzt.

Auch vom Pflegeaufwand her sind die Kokosmosaike einfach zu handhaben: Generell sind sie besonders strapazierfähig und können einfach feucht nachgewischt werden. Da sie feuchtigkeitsresistent sind, können sie auch im Badezimmer eingesetzt werden. Eine Pflege – z.B. mit natürlichen Holzölen – ist nicht zwingend erforderlich, schadet aber keinesfalls.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
Vor allem Architekten und Designer haben im ersten Schritt das neue Gestaltungsmaterial begeistert angenommen. Besonders gerne wird mit exklusiven Natursteinen und hochwertigen Marmoredelputzen kombiniert. Das besondere Plus der Kokosmosaike liegt in einem extrem großen Gestaltungssspielraum: Von ganzen Boden- und Wandflächen bis hin zu einzelnen, kleinen Highlights an der Wand ist so gut wie alles möglich.

Grundsätzlich, so „Ekobe“-Vertriebschef Orlando, ist es von Vorteil, wenn die Verarbeitung durch eigens geschulte Mitarbeiter der verschiedenen Händler erfolgt. Allerdings können (wirklich!) geschickte Heimwerker – je nach Gestaltungswunsch -  nach eingehender Beratung auch selbst zur Tat schreiten.

Europaweit gibt es bereits ein Netz von Ekobe-Händlern – weitere Partner v. a. auch in Österreich - werden noch gesucht.

Ein Zertifikat der höchsten deutschen Brandschutzklasse soll dem umweltfreundlichen Designprodukt dann endgültig zum Durchbruch auf dem europäischen Baustoffmarkt verhelfen.

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