31.01.2018 18:16 |

Warnung von Interpol

IS-Kämpfer kamen als Flüchtlinge nach Italien

Interpol hat Alarm geschlagen und eine Liste von 50 mutmaßlichen IS-Kämpfern veröffentlicht, die in den vergangenen Monaten in Italien an Bord von Flüchtlingsbooten angekommen sind und die jetzt versuchen könnten, andere EU-Länder zu erreichen. Dabei handelt es sich um tunesische Staatsbürger, berichtete am Mittwoch die britische Tageszeitung "The Guardian".

Die Liste der Verdächtigten wurde dem italienischen Innenministerium bereits am 29. November übermittelt. Dieses habe die Liste den europäischen Anti-Terrorismus-Behörden weitergeleitet. Tausende Tunesier sollen sich laut UNO-Angaben den IS-Kämpfern angeschlossen haben. Nach den Niederlagen der IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak sollen viele von ihnen versucht haben, Europa zu erreichen.

Vier Verdächtige sind den Behörden bekannt
Vier der verdächtigten Tunesier auf der Interpol-Liste seien bereits den europäischen Anti-Terrorismus-Behörden bekannt, berichtete das Blatt. Einer von ihnen soll die italienisch-französische Grenze überquert und Gard im südlichen Frankreich erreicht haben. Laut "Guardian" sollen die meisten Tunesier im Zeitraum zwischen Juli und Oktober 2017 an Bord von Fischerbooten Sizilien erreicht haben. Italiens Innenminister Marco Minniti hatte zuletzt wiederholt vor der Gefahr gewarnt, dass IS-Kämpfer versuchen könnten, an Bord von Flüchtlingsbooten nach Europa zu gelangen.

Nur 400 von 3000 tunesischen Flüchtlingen identifiziert
3000 Tunesier haben seit Juli die Küste nahe der sizilianischen Stadt Agrigent erreicht. Bisher konnten die italienischen Behörden lediglich 400 Migranten identifizieren. Das Blatt zitierte den Staatsanwalt von Agrigent, Luigi Patronaccio, dem zufolge es nicht auszuschließen sei, dass sich unter den tunesischen Migranten, die in den vergangenen Monaten auf Sizilien eingetroffen seien, IS-Kämpfer befanden.

Im gesamten Jahr 2017 wurden dem italienischen Innenministerium zufolge 5500 Tunesier nach ihrer Landung in Italien identifiziert. 2193 wurden mit Flügen aus Palermo in die Heimat zurückgeschickt.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Talk mit Katia Wagner
Strache - seine Zukunft nach den Skandalen
Österreich
„Es tut sehr weh“
Ronaldo über „schwierigstes“ Jahr seines Lebens
Fußball International
Stopp im Elferschießen
Zu spät, zu laut, zu hell! Amt beendet Pokalspiel
Fußball International
Hier im Video
So frenetisch wurde Ribery in Florenz empfangen
Fußball International
Krankheitsvorbeugung?
Exotisches Superfood nicht überschätzen!
Gesund & Fit
Bundesliga kritisiert
Brügge darf Wochenendspiel verschieben, LASK nicht
Fußball International
Auf Jankos Spuren
Nächster Österreicher wechselt nach Australien!
Fußball International

Newsletter