Mi, 22. August 2018

Neue Stromtrasse

29.01.2018 19:30

Neustart für den Netzausbau

Der umstrittene Bau einer Hochspannungsleitung und eines Umspannwerkes bei Villach geht weiter. Probleme mit der Genehmigung hatten zu der kuriosen Situation geführt, dass seit Jahren nur die Strommasten einsam in der Landschaft stehen – die dazugehörigen Freileitungen aber fehlen. Jetzt liegen die Bescheide vor – der Bau kann weitergehen.

Der Hunger nach Strom erfordert den Ausbau des Stromnetzes. Industrie und High-Tech-Betriebe wie Infineon sind auf eine stabile Versorgung angewiesen. „Die Infrastruktur in Villach hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht“, sagt Michael Marketz von der KNG (Kärnten Netz GmbH). Der Strombedarf habe sich in den vergangenen Jahrzehnten vervierfacht.

10.000 Kubikmeter Aushubmaterial
Für die Versorgung wird jetzt ein Umspannwerk südlich von Fürnitz als Anbindung an die 220-kV-Hochspannungsleitung aus Lienz gebaut. Mit Lkw werden von der Baustelle 10.000 Kubikmeter Aushubmaterial abtransportiert. Von der neuen Anlage führt dann eine 110-kV-Stromtrasse zum Umspannwerk Landskron. „Ab kommender Woche werden mit einem Hubschrauber die Leiterseile auf die bestehenden Masten montiert“, kündigt KNG-Geschäftsführer Reinhard Draxler an.

Alle Genehmigungen liegen vor
Nach Anrainereinsprüchen und aufgehobenen Bescheiden liegen jetzt alle Genehmigungen vor. Nur die Nutzungsrechte für einzelne Grundstücke sind noch in der Schwebe. Das Projekt bleibt umstritten. Die Inbetriebnahme der Netzabstützung ist für 2020 geplant. Für den Bau einer 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen Lienz und Obersielach gibt es übrigens keine konkreten Pläne.

Thomas Leitner
Thomas Leitner

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