So, 22. Juli 2018

Strache im Interview

09.01.2018 08:11

Der blaue Minister: "Ich bin ein echter Grüner!“

Österreich hat einen neuen Sportminister. Am Montag wurde Heinz-Christian Strache von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt, am Dienstag absolviert er bei der Verabschiedung des Handball-Teams vor der EM seinen ersten offiziellen Termin. Dazwischen nahm er sich Zeit für ein ausführliches "Krone"-Interview.

"Krone": Herr Minister, was hatten Sie bislang  mit Sport am Hut?
Heinz-Christian Strache: Schon als Kind habe ich gerne Sport betrieben. Viel sogar. Auch Fußball. Von Strebersdorf wurde ich zu einem Probetraining bei der Wiener Austria eingeladen. Dort hieß es dann 'Laufen bis zum Umfallen' - zum Einsatz kam ich nie.

"Krone": Gescheitert?
Strache: Ja. Dafür war ich dann lange beim Sportklub, spielte sogar in der U21. Ich war der 'schnelle Lange'.

"Krone": In der Politik sind Sie Blauer. Welcher Farbe drücken Sie im Fußball die Daumen?
Strache: Ich bin ein echter Grüner. Ein riesiger Rapid-Fan. Bei der Gelegenheit wünsche ich meinem Lieblingsklub auch gleich alles Gute zum 119. Geburtstag am 8. Jänner!

"Krone": Zählt für den neuen Sportminister also nur der Fußball?
Strache: Keineswegs. Ich war wie schon erwähnt selbst Allrounder, spielte etwa leidenschaftlich gerne Schach. Für mich ist auch das Sport. Genau wie Darts, worüber jetzt diskutiert wird.  Aber natürlich liegen mir vor allem jene Sportarten am Herzen, bei denen sich Kinder körperlich ertüchtigen. Ich möchte Österreich als Sportnation etablieren. Und dazu gilt es, eine neue Strategie zu entwickeln, die schon in der Volksschule beginnt. Eine, in der nur die Sportler selbst im Mittelpunkt stehen.

"Krone": Dabei trat erst am 1. 1. ein neues Sportgesetz in Kraft.
Strache: Wir werden uns das jetzt 100 Tage anschauen, danach die Abläufe evaluieren und diverse Verbesserungen durchführen. Ich wünsche mir etwa Programme zur Begabungserkennung und generell mehr Schulsport, der eher gekürzt als ausgebaut wurde.  Nicht zu vergessen sind dabei auch die Sportstätten: Die sind teilweise ein Drama.

"Krone": Wie das Happel-Stadion?
Strache: Natürlich brauchen wir ein modernes Nationalstadion, um wieder internationale Bewerbe durchführen zu können. Das wäre weltweite Werbung für unser Land! So wie es Veranstaltungen wie Kitzbühel nächste Woche sind. Solche Events haben Kultstatus. Und dazu haben wir noch das Glück einer unglaublichen Ausnahmeerscheinung wie Marcel Hirscher.

"Krone": Themenwechsel: Sollen Sportler weiterhin schneller eingebürgert werden?
Strache: Ich finde es gut, wenn wir Persönlichkeiten mit besonderen Leistungen diese Möglichkeit bieten. Nicht nur Sportlern. Auch Opernsängerinnen und so weiter.

"Krone": Noch eines: Ein Sportminister, der gegen das Rauchverbot ist - ist das vereinbar?
Strache: Ich spreche mich nicht für das Rauchen aus, sondern für die Wahlfreiheit. Wichtig ist, dass wir die Prävention stärken und von klein auf darauf hinweisen, dass Rauchen ungesund ist.

Peter Frauneder und Anja Richter, Kronen Zeitung

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