Mo, 20. August 2018

51 Millionen Euro

04.01.2018 15:00

Jürgens' Erbe zerfällt drei Jahre nach seinem Tod

Drei Jahre nach dem Tod von Udo Jürgens († 21.  Dezember 2014) ist sein Erbe noch immer nicht geregelt. Das belastet nicht nur seine Kinder John, Jenny und Gloria, sondern ist auch eine kostspielige Angelegenheit.

Wie die "Bunte" berichtet, sind seine Häuser versiegelt und der Nachlass – geschätzt auf rund 60 Millionen Schweizer Franken (rund 51 Millionen Euro) – hinter bürokratischen Mauern eingefroren, während die Anwälte sich die Hände reiben.

So sollen sein Ferienhaus in Portugal und seine Villa in Zürich stetig "verrotten". Und der Zustand, dass seine Liebsten bislang kein einziges persönliches Erinnerungsstück ihres Vaters in Händen halten konnten, soll untragbar sein für die Angehörigen. Zusätzlich geht es um weit mehr als nur Materielles, sondern auch um den musikalischen Nachlass des Ausnahmekünstlers.

Dabei regelte das Testament von Jürgens seinen Nachlass genau. Allerdings stieß der Umstand, dass als Testamentsvollstrecker Udos Anwalt Werner C. Weber und Udos Bruder Manfred Bockelmann eingesetzt wurden, Tochter Gloria sauer auf. Sie reichte 2015 Beschwerde ein, denn sie befürchtete einen Interessenkonflikt, weil Weber auch der Anwalt von Jürgens' langjährigen Manager Freddy Burger ist. 

Glorias Beschwerde wurde abgewiesen, zuvor allerdings eine Erbschaftsverwaltung durch das Notariat Meilen in Zürich angeordnet. Nun arbeiten die Juristen seit Längerem an einer Einigung der Erbschaftsgemeinschaft. Dabei sollen Kosten von rund einer Million Euro entstanden sein. 

Adabei Lisa Bachmann, Kronen Zeitung

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