30.12.2017 19:17 |

Wegen Gaskocher

Steirischer Fischer (35) erstickte in seinem Zelt

Trotz deutlicher Minusgrade verbrachten zwei südsteirische Fischer die Nacht von Freitag auf Samstag in Zelten bei einem Schotterteich in St. Veit. Einer von ihnen, ein 35-jähriger Leibnitzer, dürfte dabei eingeschlafen sein, ohne zuvor den Gaskocher ausgeschaltet zu haben – in der Früh fand ihn sein Freund (18) tot auf.

Im Sommer genießen Badegäste die Sonne und flitzen Wakeboarder über das Wasser, im Winter ist es still rund um den Planksee. Die beiden Fischer hatten einen nahen Schotterteich in der Nacht auf Samstag dementsprechend für sich alleine.

Zu früh eingeschlafen
Der 35-jährige Leibnitzer und sein 18-jähriger Freund aus St. Veit in der Südsteiermark hatten eine hochwertige Anglerausrüstung bei sich und zwei Einmannzelte, die sie etwa fünf Meter voneinander aufstellten und mit Gaskochern beheizten. Gegen 22.30 Uhr gingen die beiden Männer schlafen. Während der Jüngere seinen Gaskocher vor dem Einschlafen ausschaltete, dürften dem Älteren zu früh die Augen zugefallen sein.

Samstagvormittag stand der St. Veiter auf und begann wieder zu fischen. Als er gegen 11 Uhr noch immer nichts von seinem Freund hörte, schaute er in dessen Zelt nach – und fand ihn tot! Der Gaskocher war noch immer in Betrieb. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Gaskocher entzog Sauerstoff
Laut Polizei wurde durch das Heizen der Sauerstoff im Zelt entzogen, wodurch der Mann erstickte. Die Totenbeschau bestätigte diese Einschätzung. Ein Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden. Da am Vormittag die Leichenstarre bereits eingesetzt hatte, dürfte der Tod in der Nacht eingetreten sein.

Tragisch: Das Opfer war vor einigen Jahren Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr und damit wohl über die Gefahr von Gaskochern informiert.

Jakob Traby, Kronen Zeitung/krone.at

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