Do, 25. April 2019
29.12.2017 07:46

„Keine Zerschlagung“

Niki-Chef bewirbt Übernahme durch Spanier

Die Niki-Führung bewirbt nun in einem Schreiben an die eigene Belegschaft die möglicherweise bevorstehende Übernahme der Airline durch die spanische Vueling/IAG. Darin betonten Geschäftsführer Oliver Lackmann und Insolvenzverwalter Lucas Flöther, dass die potenziellen neuen Eigner keine Zerschlagung der Fluglinie planen und ein Großteil der Arbeitsplätze erhalten bleiben soll.

Wörtlich ist in dem Schreiben, das Donnerstagabend verschickt wurde, von "guten Nachrichten" und "Anlass zu größter Zuversicht" die Rede. Man stehe kurz vor Abschluss eines Kaufvertrags "mit einem renommierten internationalen Investor".

„Eine Zerschlagung wird definitiv nicht erfolgen“
Appelliert wird an die Mitarbeiter, sich nicht durch öffentliche Äußerungen einzelner (damit gemeint wohl der unterlegene Mitkonkurrent Niki Lauda, Anm.) verunsichern zu lassen. Tatsache sei: Der vom vorläufigen Gläubigerausschuss ausgewählte Investor strebe eine ganzheitliche Fortführung des Geschäftsbetriebs "mit mindestens einem Großteil der Arbeitsplätze" an: "Eine Zerschlagung von Niki wird mit diesem Investor definitiv nicht erfolgen." Der Gläubigerausschuss habe sich gerade für diesen Investor ausgesprochen, weil er wirtschaftlich stark sei und das attraktivste Fortführungskonzept vorgelegt habe.

Lauda: "Wollte Niki und die Jobs in Österreich erhalten"
Niki Lauda, Gründer und Namensgeber der Fluglinie, erklärte am Mittwoch, dass er aus dem Rennen sei. Dem "Standard" erklärte er, dass er 18 Millionen Euro für die Fluglinie geboten habe. Warum er aus dem Rennen ausschied, konnte er nicht sagen, er habe keine Begründung erhalten. Lauda befürchtet die komplette Zerschlagung von Niki, sollte diese tatsächlich ins Ausland verkauft werden. "Dann haben wir in Österreich keine zweite Airline mehr", so der ehemalige Formel-1-Pilot. "Ich wollte Niki und die Jobs in Österreich erhalten."

Experte: "IAG wäre strategischer Investor"
Luftfahrtexperte Kurt Hofmann zeigte sich Freitagfrüh im Ö1-"Morgenjournal" ähnlich zuversichtlich wie die Niki-Geschäftsführung. Mit der IAG würde ein "strategischer Investor" zur Verfügung stehen, so Hofmann.  Was die IAG-Billigtochter Vueling mit Niki vorhat, wisse man noch nicht. Aber Hofmann glaubt, dass die Chancen für die Niki-Mitarbeiter gut sind. Schließlich seien sie schon einiges gewohnt, also könnten sie mit der durch einen Eigentümerwechsel zur "kosteneffizienten" Vueling geforderten Flexibilität wohl umgehen. Hofmann geht davon aus, dass ein Gutteil der Niki-Jobs erhalten bleiben werde. Wo diese Jobs liegen werden, sei wegen der paneuropäischen Ausrichtung von Vueling aber offen.

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