29.12.2017 06:57 |

Im ersten Amtsjahr

Trump verbrachte über 100 Tage mit Golf spielen

Mehr als 100 Tage hat US-Präsident Donald Trump in seinem ersten Jahr im Weißen Haus nicht dort, sondern auf dem Golfplatz verbracht. Allein die Flugreisen dorthin sollen den Staat bisher sechs Millionen Dollar (rund fünf Millionen Euro) gekostet haben. Trotz der Kritik an Trumps erstem Amtsjahr ist der US-Präsident fest davon überzeugt, dass er 2020 wiedergewählt wird. Er werde erfolgreich sein, weil es dem Land wieder gut zu gehen beginne und es wieder respektiert werde, sagte der Republikaner in einem Interview der "New York Times".

Von den mehr als 100 Tagen, die Trump heuer im Urlaub verbrachte, sei er dem "Wall Street Journal" zufolge etwa 40 Tage zu seinem Golfplatz nach Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey gereist. Weitere 40 Tage habe der US-Präsident Urlaub in seinem Luxusresort Mar-a-Lago in Florida gemacht. Die restlichen Urlaubsaufenthalte soll der Staatschef auf West Palm Beach in Florida und Potomac Falls in Washington verteilt haben.

Reisen kosten Staat sechs Millionen Dollar pro Jahr
Interessantes Detail: In den sechs Millionen Dollar Reisekosten sind laut dem "Wall Street Journal" die Kosten für den Secret Service, der Trump rund um die Uhr bewachen muss, noch nicht mit eingerechnet. Die Kosten für Trumps Sicherheit auf Reisen allein seien insgesamt mit etwa fünf Millionen Dollar (rund vier Millionen Euro) im Monat bemessen, rechnete die "New York Times" nach.

Das "Wall Street Journal" kritisierte indessen auch, dass die meisten Golfresorts, in denen Trump seine Ferien verbringt, dem US-Präsidenten selbst gehören - er verdient also noch an seinem Urlaub, da ja sein ganzer Tross in seinen Hotels untergebracht wird. Zudem zieht die öffentlich bekannte Tatsache, dass Trump in den Resorts auch als Präsident immer wieder persönlich anzutreffen ist, natürlich auch neue Gäste an.

Kritik erntete der US-Präsident mit Blick auf seine Tage am Golfplatz auch wegen seiner eigenen Ansage zu Weihnachten. Nachdem er am Montag getwittert hatte, dass er "morgen" wieder seiner Arbeit für Amerika nachgehen werde, befand er sich auch am Donnerstag laut US-Nachrichtensendern noch auf einem Golfplatz in Florida.

Seinen Amtsvorgänger Barack Obama hatte Trump jahrelang wegen dessen Reisen kritisiert - besonders dann, wenn Obama Golf spielte.

"Ohne mich werden Einschaltquoten den Bach runtergehen"
Am Ende seines ersten Jahres im Weißen Haus ist Trumps Großspurigkeit jedenfalls kein bisschen geschrumpft: Er ist von seiner Wiederwahl 2020 überzeugt. Dies begründet Trump - neben den positiven Auswirkungen seines politischen Handelns auf das Land - auch damit, dass "die Zeitungen, das Fernsehen, alle Arten von Medien untergehen werden, wenn ich nicht da bin, denn ohne mich werden ihre Einschaltquoten den Bach hinuntergehen", so Trump nach Wortlautauszügen, die das "WSJ" am Donnerstagabend veröffentlichte.

"Daher müssen sie mich im Prinzip gewinnen lassen. Und früher oder später, wahrscheinlich sechs Wochen vor der Wahl, werden sie mich lieben, weil sie sagen: 'Bitte, bitte verliere nicht, Donald Trump.'"

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