21.12.2017 13:11 |

Hofers Verkehrplan

Der Rettungsgasse droht das Ende

Ob diese Ideen des neuen Infrastrukturministers Norbert Hofer dazu beitragen, die Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen zu erhöhen? Der FPÖ-Politiker denkt jetzt laut darüber nach, das Tempolimit auf Autobahnen zu erhöhen, die Rettungsgasse zu Grabe zu tragen und den sogenannten Lufthunderter zu kippen.

Alle drei Maßnahmen, die teilweise schon seit mehr als zehn Jahren auf Österreichs Autobahnen gelten, sind echte Ärgernisse der Autofahrer. Viele verstehen etwa nicht, warum auf der Westautobahn in Oberösterreich bei Regen ein Tempo-100-Limit gilt, wo doch gar kein Feinstaub entstehen kann.

In Salzburg ist die Situation nicht recht viel anders: Hier wird der Verkehr auf der A1 sogar auf 80 km/h gedrosselt. Oder: Bei Staus gibt es die Verpflichtung der Lenker, eine Rettungsgasse zu bilden. Dass diese Maßnahme in den allermeisten Fällen eher zu einem Chaos führt, ist hinlänglich bekannt – was auch Einsatzkräfte bestätigen, die sich bei Unfällen durch die Blechlawinen wälzen müssen.

Tempo-Test auf einer Autobahn geplant
Beispiel Nummer 3: Um den Verkehr generell flüssiger zu halten, kann sich FPÖ-Infrastrukturminister Hofer vorstellen, das Limit zu erhöhen. In einem Interview sagt er: 160 km/h seien zu viel, Tempo 140 aber durchaus denkbar. Geplant ist vorerst einmal ein Test auf einer Autobahn. Wo und in welchem Zeitraum, ist allerdings noch unklar. Erwartet wird, dass das Ministerium Anfang des kommenden Jahres genauere Pläne präsentiert.

Dass sich etwas in diese Richtung tun wird, ist beschlossene Sache. Denn in den Regierungsverhandlungen hat sich auch die ÖVP dafür ausgesprochen. Eine weitere Idee ist, das Rechtsabbiegen bei roten Ampeln zu testen. Ein Pilotprojekt dazu soll in Linz starten.

Kronen Zeitung/krone.at

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