20.12.2017 15:36 |

-273,147 Grad!

Schweizer Forscher brechen mit Chip Kälterekord

Forscher der Universität Basel sind dem absoluten Nullpunkt so nahe gekommen wie noch nie jemand vor ihnen. Den Physikern gelang es, einen Chip auf weniger als drei Millikelvin abzukühlen. Aufgestellt haben die Wissenschaftler vom Department Physik und dem Swiss Nanoscience Institute diesen Rekord in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Deutschland und Finnland.

Weltweit streben verschiedene Arbeitsgruppen danach, mit Hightech-Kühlschränken Temperaturen möglichst nahe am absoluten Nullpunkt zu erreichen. Der absolute Nullpunkt liegt bei 0 Kelvin oder minus 273,15 Grad Celsius. Einem Team um den Basler Physikprofessor Dominik Zumbühl ist es nun gelungen, einen nanoelektrischen Chip auf weniger als 2,8 Millikelvin (minus 273,147 Grad Celsius) abzukühlen. Den bisherigen Rekord konnten sie brechen, indem sie zwei Kühlsystem miteinander verbanden.

Weltweit streben verschiedene Arbeitsgruppen danach, mit Hightech-Kühlschränken Temperaturen möglichst nahe am absoluten Nullpunkt zu erreichen. Der absolute Nullpunkt liegt bei 0 Kelvin oder minus 273,15 Grad Celsius. Den Wissenschaftern um den Basler Physikprofessor Dominik Zumbühl ist es nun gelungen, einen nanoelektrischen Chip auf weniger als 2,8 Millikelvin abzukühlen. Den bisherigen Rekord konnten sie brechen, indem sie zwei Kühlsysteme miteinander verbanden.

"Magische Grenze" angestrebt
Zumbühl ist zuversichtlich, dass auf diesem Weg auch die magische Grenze von 1 Millikelvin erreicht werden kann. Über den Erfolg seiner Gruppe berichtete auch die Wissenschaftszeitschrift "Applied Physics Letters".

Das weltweite Wetteifern der Forscher um den Kälterekord hat durchaus einen tieferen Sinn. Die angestrebten extrem tiefen Temperaturen bieten nämlich ideale Bedingungen für Quantenexperimente und ermöglichen die Untersuchung ganz neuer physikalischer Experimente, wie es in einer Mitteilung der Universität Basel hieß.

Den Basler Forschern gelang es, mithilfe der magnetischen Kühlung sowohl aller elektrischen Leitungen des Chips wie auch des Chips selbst die extrem tiefen Temperaturen über einen Zeitraum von sieben Stunden aufrechtzuerhalten. Damit hatten sie genug Zeit für diverse Experimente. Diese sollen helfen, die Physik nahe des absoluten Nullpunkts zu verstehen.

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