10.12.2017 18:22 |

200 Meter mitgerissen

Eiskletterer (24) stirbt bei Lawinenunglück

Tragischer Alpinunfall im Salzburger Pongau: Eine Stunde lang haben Bergretter vergebens um das Leben eines 24-jährigen Salzburgers gekämpft - der erfahrene, einheimische Eiskletterer war beim Eisfall "Federweiß" in Bad Gastein am Sonntag von einer Lawine erfasst und 200 Meter einen Abhang hinuntergerissen worden. Sein Cousin überlebte.

Die Berge und die Natur waren sein Leben - am Sonntag wurden sie Christoph R. (24) aber zum tödlichen Verhängnis. Gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Cousin war der Dorfgasteiner zum Eisklettern aufgebrochen. Die beiden Salzburger waren beim Eisfall "Federweiß" (Schwierigkeitsgrad 4, Routenlänge 180 Meter) in Bad Gastein unterwegs, als plötzlich eine Lawine abging. Die Schneemassen rissen die zwei Einheimischen in Seilschaft in die Tiefe. Der Cousin von Christoph, den alle Chris nennen, kam leicht verletzt auf der Lawine zu liegen und schlug sofort Alarm.

Schwieriger Einsatz für Retter
Andere Eiskletterer, die Zeugen wurden, starteten sofort die Suche nach dem Verschütteten. Bergretter, Lawinenhunde, Rotkreuz-Helfer und die Besatzungen zweier Hubschrauber waren - trotz Landeproblemen wegen eines Föhnsturms - rasch am Einsatzort, konnten den Mann dann auch tatsächlich aus dem Schnee befreien. Doch alle beherzten Reanimierungsversuche blieben vergebens. Chris starb im Schnee!

Bereits vor zehn Jahren war es bei demselben Eisfall im Pongauer Anlauftal auf 1600 Metern über dem Meeresspiegel zu einem ähnlichen Drama gekommen. Zwei Eiskletterer wurden ebenfalls von einer Lawine überrascht, über 150 Meter mitgerissen und schwer verletzt.

"Bergfex" und auch Meteorologen warnen! Die aktuelle Lawinengefahr, vor allem im Westen der Alpenrepublik, wird weiterhin als "erheblich" beurteilt.

Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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