01.07.2009 20:35 |

Dopingvorwürfe

Hempel erklagt sich Starterlaubnis für Ironman

Hannes Hempel hat sich vorerst erfolgreich gegen die jüngst erhobenen Dopingvorwürfe zur Wehr gesetzt. Der Kärntner hat sich gemäß einstweiliger Verfügung durch das Bezirksgericht Klagenfurt sein Startrecht für den Ironman Austria am Sonntag in Klagenfurt gesichert. Ex-Radprofi Bernhard Kohl hatte zuvor behauptet, Dopingmittel an den Triathleten weitergereicht zu haben (siehe Infobox). Der Veranstalter des Triathlons prüft nun, inwiefern er gegen Hempels Starterlaubnis juristisch vorgehen kann.

"Ich habe nichts Verbotenes gemacht, habe ein Jahr hart trainiert und bin in der Form meines Lebens. Ich bin es alleine meinen Fans schuldig zu starten. Sie haben mir in der schwierigen Zeit sehr geholfen", berichtete Hempel, der am Dienstag mittels einer eidesstattlichen Erklärung versichert hatte, Dopingmittel weder beschafft, noch weitergegeben oder genommen zu haben.

"Ich hoffe, dass somit endlich Ruhe einkehrt. Wie man weiß, wechselt Bernhard Kohl doch jede Woche seine Meinung. Ich will über ihn am besten gar kein Wort mehr verlieren. Durch seine Unwahrheiten hat er mich so kurz vor dem Ironman in eine schwierige Lage gebracht, aber am Ende setzen sich die Gerechtigkeit und die Wahrheit durch. Und am Sonntag gebe ich meine sportliche Antwort. Ich will auf jeden Fall einen Podestplatz", konzentriert sich Hempel nun voll aufs Sportliche.

Veranstalter wollen Hempel vom Event ausschließen
Veranstalter Stefan Petschnig hatte den 36-jährigen Hempel wegen der "offenen Fragen und Ungereimtheiten rund um die Vorwürfe der Dopingweitergabe" nicht bei seinem Heimevent antreten lassen wollen. Hempel hatte die einstweilige Verfügung am Mittwochnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt präsentiert.

Petschnig meinte nach dem Beschluss: "Das ist grotesk und traurig, denn wir wollen tollen Sport abliefern. Aber es ist keine Überraschung, da wir Hannes Hempel zuvor mündlich zu dieser Veranstaltung eingeladen hatten und dadurch ein Vertragsverhältnis besteht. Allein auf dieser Tatsache beruht diese richterliche Entscheidung."

Der Rechtsstreit geht weiter
Nun hat Petschnig ein Gespräch mit einem Anwalt angesetzt. Dabei wollen sich die Klagenfurter Veranstalter beraten lassen, inwiefern weitere rechtliche Schritte Sinn machen könnten.

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