Gentechnik-Debatte

Unterstützung für Österreichs Vorschlag

Österreich
25.06.2009 19:02
Die österreichische Initiative für eine "Gentechnik-Selbstbestimmung" ist bei den EU-Partnern offenbar auf überwältigende Zustimmung gestoßen. Das betonte Umweltminister Niki Berlakovich Donnerstagabend nach dem EU-Ministerrat seiner 26 Amtskollegen in Luxemburg. "Es war niemand, der sich gegen unseren Vorstoß ausgesprochen hat". Auch die Kommission habe sich bereit erklärt, das Thema weiter zu behandeln und einen Vorschlag vorzulegen.

Österreich will beim Anbauverbot gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ein "Selbstbestimmungsrecht" gegenüber der EU-Kommission, erklärte Umweltminister Niki Berlakovich. "Ich will, dass die Kommission ihre Rechtsmaterie dahingehend ändert, dass jeder EU-Staat selbst entscheidet, ob er gentechnisch veränderte Sorten anbaut oder nicht", betonte Berlakovich.

Auch Deutschland und Frankreich sind mit im Boot
Insgesamt wurde die Initiative von Berlakovich von 15 Ländern namentlich unterstützt. Es sind dies Deutschland, Frankreich, Bulgarien, Irland, Griechenland, Zypern, Litauen, Lettland, Ungarn, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen, Slowenien und Portugal. Außerdem hätten sich drei weitere EU-Staaten - Großbritannien, Italien und Spanien - für eine Fortsetzung der Debatte zu diesem Thema ausgesprochen.

Berlakovich zeigte sich hoch erfreut und erklärte, er sei "mächtig stolz". Ein Umweltminister habe sogar erklärt, die Österreicher hätten in ein "Wespennest" gestochen. Jedenfalls zeige sich, dass Österreich mit diesem Vorstoß eine "führende Rolle" bei der Gentechnik-Selbstbestimmung in Europa übernommen habe.

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