Österreich will beim Anbauverbot gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ein "Selbstbestimmungsrecht" gegenüber der EU-Kommission, erklärte Umweltminister Niki Berlakovich. "Ich will, dass die Kommission ihre Rechtsmaterie dahingehend ändert, dass jeder EU-Staat selbst entscheidet, ob er gentechnisch veränderte Sorten anbaut oder nicht", betonte Berlakovich.
Auch Deutschland und Frankreich sind mit im Boot
Insgesamt wurde die Initiative von Berlakovich von 15 Ländern namentlich unterstützt. Es sind dies Deutschland, Frankreich, Bulgarien, Irland, Griechenland, Zypern, Litauen, Lettland, Ungarn, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen, Slowenien und Portugal. Außerdem hätten sich drei weitere EU-Staaten - Großbritannien, Italien und Spanien - für eine Fortsetzung der Debatte zu diesem Thema ausgesprochen.
Berlakovich zeigte sich hoch erfreut und erklärte, er sei "mächtig stolz". Ein Umweltminister habe sogar erklärt, die Österreicher hätten in ein "Wespennest" gestochen. Jedenfalls zeige sich, dass Österreich mit diesem Vorstoß eine "führende Rolle" bei der Gentechnik-Selbstbestimmung in Europa übernommen habe.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.