12.02.2004 11:40 |

Kopf an Kopf

Maier und Raich fighten um den Weltcup

Das war noch nie da: Die Weltcup-Entscheidung fällt heuer in einem Stallduell! Und die Hochrechnung von Alois Klein verspricht ein Herzschlag-Finale Marke Hitchcock. Der "Krone"-Leser hat vor dem Wochenende in St. Anton die durchschnittlichen Punkte aller bisherigen Rennen auf die noch ausständigen hochgerechnet - das Ergebnis: Maier gewinnt die große Kristallkugel einen Punkt vor Benni Raich! Auf Krone.at kannst du übrigens für deinen Favoriten stimmen!
Die Idee der Weltcupgruppe 4 stammte von CheftrainerToni Giger. Erklärtes Ziel: die große Kristallkugel.Aber dass schon in der ersten Saison zwei ganz vorne sind, hatalle überrascht. Auch Andi Evers, den Trainer von Maier undRaich. "Vor der Saison hätt ich auf ein Duell zwischen StephanEberharter und Bode Miller getippt - und die beiden sind ja auchnoch voll im Rennen."
 
Herzschlag-Finale
Die Favoriten sind derzeit aber seine Schützlinge.Für die "Krone" hat der Trainer das Stallduell analysiert:Was im Herzschlag-Finale für Raich und was für Maiersprechen könnte.
 
Benni Raich
"Ihm schieben alle die Favoritenrolle zu. Das machtviel Druck", weiß Evers, "aber Benni hat in dieser Saisoneindrucksvoll bewiesen, dass er damit umgehen kann." Von der Nervenschwäche,die ihm in den letzten Saisonen manche andichten wollten, keineSpur. Sensationell: Dass Raich schon im ersten Allround-Jahr vollim Kristall-Kampf steckt. "Ich hab gehofft, dass er halbwegs dranist, aber damit hätt auch ich nicht gerechnet." Das Experimentvon Giger ist aufgegangen. Die Stärken von Raich? "Dass erin den technischen Disziplinen konstant ist, kaum schwere Fehlergemacht hat", analysiert Evers, "und dass er auch im Super-G immerfür Spitzenplätze gut ist."
 
Hermann Maier
Auch für Evers verblüffend, dass in seinerersten vollen Saison nach der Verletzung von einem Substanzverlustkaum etwas zu bemerken ist. Obwohl Maier von seiner früherenSki-Kondition, wie er auch selbst immer wieder betont, meilenweitentfernt ist. "Eine bemerkenswerte Leistung", zieht der Trainerden Hut. Und die Trümpfe von Maier? Evers: "Dass in Abfahrtund Super-G im Normalfall weniger Leute auf Spitzenplätzefahren können als in Slalom und Riesentorlauf. Und natürlichdie Routine." Maier hat dreimal den Gesamtweltcup gewonnen, erkann mit solchen Situationen umgehen!
 
Aber wie verhält man sich eigentlich, wennman zwei Rivalen trainieren muss? "Ich werd beide voll auf Siegeinstimmen. Und ich wünsch mir, dass sie am Ende punktegleichsind!", sagt Evers.
 
Text: Peter Frauneder
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