Do, 21. Juni 2018

Knut-Millionen

19.05.2009 18:07

Streit um Mega-Gewinne vor Gericht

Das Gezerre um Millionengewinne durch Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo geht weiter. Ein Gütevorschlag des Berliner Landgerichts scheiterte am Dienstag. Nun wollen der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein als Eigentümer von Knut und der Hauptstadt-Zoo maximal noch zwei Monate verhandeln, ob und zu welchem Preis der Zoo den Publikumsliebling kauft. Der Zoo bot 350.000 Euro - "und keinen Cent mehr". Neumünster wollte mit seiner Klage ursprünglich erreichen, dass der Zoo seine auf etwa sechs Millionen Euro geschätzten Gewinne durch Knut offenlegt, um dann einen Anteil zu fordern. Knut-Vater Lars stammt aus Neumünster und war in die Hauptstadt ausgeliehen worden. Laut Vertrag gehört der erste Nachwuchs dem Tierpark Neumünster.

Der Gerichtstermin war Chefsache. Sowohl der Berliner Zoochef Bernhard Blaszkiewitz als auch der Tierparkdirektor aus Neumünster, Peter Drüwa, kamen. Das Gericht bezweifelte, ob die Klage aus Neumünster überhaupt begründet ist und schlug den Berliner Zoo-Vertretern vor, 700.000 Euro zu zahlen, um den Streit zu beenden. Das lehnte der Zoo als nicht verhandelbar ab.

Von Ziehvater aufgezogen
Der kleine Knut war von seiner Mutter verstoßen und von seinem inzwischen verstorbenen Ziehvater Thomas Dörflein mit der Flasche aufgezogen worden. Mehr als sieben Millionen Menschen aus der ganzen Welt haben den Eisbären, der zum Symbol bedrohter Tiere wurde, seit März 2007 besucht.

Weitere Storys rund um Knut sowie die besten Bilder des Eisbären findest du in der Infobox!

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