Mi, 20. Juni 2018

"Verkleinerung"

08.05.2009 14:19

Kärntner Hypo vor Verkauf?

Die Bayerische Landesbank (BayernLB), Mutter der Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA), soll laut Zeitungsberichten nahezu halbiert werden. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Freitag, der Sanierungsplan sehe vor, dass das staatliche Kreditinstitut nahezu alle Tochterbanken verkaufen solle. Bis 2013 oder 2014 sei dann auch der Verkauf der Kärntner Hypo vorgesehen.

Ein BayernLB-Sprecher wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren, bestätigte aber, dass der Verwaltungsrat der Bank Managementberater beauftragt hätte, das Sanierungskonzept für die Bank zu überprüfen. Die Berater hätten das Konzept befürwortet.

Schulden müssen zurückgezahlt werden
Eine "wesentliche Verkleinerung" der BayernLB sei dem Gutachten zufolge eine Vorgabe der Europäischen Union (EU) für die deutsche staatliche Rettungsaktion. Die zweitgrößte deutsche Landesbank war durch Fehlspekulationen auf dem US- Hypothekenmarkt in Schieflage geraten und musste vom Freistaat Bayern mit 10 Milliarden Euro gestützt werden. Die Erlöse aus dem Verkauf der Töchter sollten dazu verwendet werden, einen Teil dieses Geldes zurückzuzahlen, hieß es in dem Bericht.

Der Geschäftsumfang (Bilanzsumme) soll demnach von 485 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 271 Millionen Euro im Jahr 2013 verringert werden. Bis 2013 oder 2014 sei neben anderen Tochterbanken auch die Abgabe der Kärntner Hypo Group Alpe Adria vorgesehen.

Die Eckpunkte des Plans hatte BayernLB-Chef Michael Kemmer bereits vorgestellt. Am 29. April reichte die Bank das Konzept bei der EU-Kommission ein, die grünes Licht für die Pläne geben muss. Wann sie ihre Entscheidung trifft, ist derzeit noch nicht bekannt.

Abbau tausender Arbeitsplätze
Bereits bekannt war, dass die Töchter der Bank in Österreich und Ungarn, nämlich die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) und die MKB-Bank, umstrukturiert und mittelfristig kapitalmarktfähig gemacht werden sollen. Damit hatten sich Verkaufspläne bereits angedeutet. Außerdem will die Bank ihre Risikoaktiva drastisch zurückfahren, ihr Geschäft bündeln und zentral steuern sowie Auslandsstandorte verkleinern oder ganz schließen. Die Schrumpfkur geht auch mit dem Abbau tausender Arbeitsplätze einher.

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