Mo, 25. Juni 2018

Alles ausgezählt

04.05.2009 15:06

Rote siegen bei AK-Wahl mit 66,8 Prozent

Das Endergebnis der Arbeiterkammerwahl in Kärnten steht nach Auszählung der Wahlkarten fest! Ein Mandat wandert noch von den Roten zu den Freiheitlichen. Die sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) errangen 48 Sitze in der Vollversammlung (66,8 Prozent), das BZÖ 14 (20,0 Prozent), der ÖAAB vier (6,6 Prozent), die Grünen (3,4 Prozent) und die Freiheitlichen (2,7 Prozent) je zwei. Die Wahlbeteiligung war schwach - 44,4 Prozent. ÖAAB-Chef Hubert Pirker muss nach der Wahlschlappe der "schwarzen" Arbeitnehmer den Hut nehmen.

689 Wahlkarten wurden nach Wahlschluss am vergangenen Donnerstag ausgezählt, von den 684 gültigen Stimmen entfielen 415 auf die FSG, das BZÖ erhielt 141, der ÖAAB 45, die Grünen 57 und die Freiheitlichen 19 Stimmen. Sieben Wähler votierten für den Gewerkschaftlichen Linksblock, der den Einzug in das AK-Parlament mit 0,5 Prozent aber klar verfehlte.

Goach bleibt AK-Präsident
Von der Mandatsverschiebung unberührt bleibt die Zusammensetzung des AK-Vorstandes. Dort stellt die FSG neun Vertreter, das BZÖ zwei. Der ÖAAB verlor seinen Vorstandssitz. Mit der Zweidrittenmehrheit behalten die Sozialdemokraten trotz des Verlusts von 5,2 Prozentpunkten alle drei Vizepräsidenten in der Kammer, Günther Goach bleibt AK-Präsident.

Hubert Pirker muss von ÖAAB-Spitze weichen
Nach der Schlappe des ÖAAB hat ÖVP-Landesparteichef Josef Martinz am Montag Konsequenzen angekündigt. Bei den schwarzen Arbeitnehmervertretern sollen "neue Richtlinien und Strukturen" beschlossen werden. Auch die Tage von ÖAAB-Chef Hubert Pirker sind gezählt. "Es wird Neuwahlen geben und es wird zu einem Wechsel an der Spitze kommen", sagte Martinz.

Der ÖAAB verlor beim Kärntner Urnengang mit einem Minus von 1,7 Prozent seinen Vorstandssitz sowie zwei seiner bisher sechs Mandate, was Spitzenkandidatin Annemarie Adlassnig postwendend zum Rücktritt veranlasste.

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