143.253 Straftaten

5 Prozent mehr Delikte allein im ersten Quartal

Österreich
15.04.2009 09:09
Die Kriminalstatistik des ersten Quartals 2009 wirft kein positives Licht auf die Sicherheitssituation in Österreich. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es von Jänner bis März bei Anzeigen ein starkes Plus von rund 4,7 Prozent. Gegenüber 136.847 Straftaten im Jahr 2008 wurden heuer bereits 143.253 Delikte gemeldet, teilte das Bundeskriminalamt (BK) am Dienstag mit. Eine massive Zunahme von rund 8,1 Prozent oder 4.150 Anzeigen gab es in der Bundeshauptstadt: Wien verbuchte mit 55.198 Taten rund ein Drittel aller Delikte.

Knapp ein Viertel der Anzeigen in Wien betraf Einbrüche (14.435), gegenüber 2008 gab es diesbezüglich ein Plus von 1.097 Delikten. Ähnlich sieht es beim Diebstahl mit 15.968 gemeldeten Straftaten und einer Zunahme um 691 Anzeigen aus. Auch Geldfälschungsdelikte sorgten laut BK für einen Anstieg der Straftaten. Nach wie vor würden 100-Euro-Scheine einer Blütenserie in Supermärkten, Tankstellen und Geschäften in Umlauf gebracht.

Starke Zunahme auch in Kärnten
Eine ähnlich starke Zunahme (plus 8,2 Prozent) wie in Wien gab es im ersten Quartal auch in Kärnten, dort wurden 6.868 Delikte gemeldet. Auch die Sicherheitssituation sieht nach Angaben des BK dort ähnlich aus. Für große Probleme würden Einbrüche (plus 1.227 Anzeigen) und Geldfälschungen (plus 758 Anzeigen) sorgen. Die Zunahme in realen Zahlen war in diesen Deliktgruppen insgesamt größer als im Ballungszentrum Wien.

Niederösterreich auf Platz zwei im Negativ-Ranking
Den prozentuell größten Anstieg (plus 9,6 Prozent) verzeichneten die Behörden in Niederösterreich. Das Bundesland belegt insgesamt Platz zwei im Negativ-Ranking mit den meisten Delikten. Insgesamt gab es dort bis Ende März 20.178 Strafanzeigen. Zurückzuführen sei der Anstieg vor allem auf einen großen Betrugsfall, der alleine 1.000 Einzeldelikte umfasse. Es handelt sich dabei um den Konkursfall eines Reisebüros, in dem gegen drei Verantwortliche ermittelt wird. Die Schadenssumme wurde zuletzt auf eine halbe Million Euro beziffert. 

Im Burgenland und in Salzburg weniger Delikte als voriges Jahr
Die drittgrößte Gesamtzahl an Anzeigen gab es in Oberösterreich (17.823), dort wurde einen Anstieg von rund 2,5 Prozent verzeichnet, auch in Vorarlberg gab es um 3,8 Prozent mehr gemeldete Straftaten als im Vergleichszeitraum 2008. In den restlichen Bundesländern zeigte die Statistik weniger Delikte als im vergangenen Jahr. Das erfreulichste Ergebnis gab es im Burgenland (minus 6,2 Prozent) und in Salzburg (minus 5,0 Prozent).

Angezeigte Fälle:

  • Niederösterreich 20.178       
  • Kärnten 6.868          
  • Wien 55.198        
  • Vorarlberg 5.202          
  • Oberösterreich 17.823          
  • Tirol 13.792           
  • Steiermark 13.198           
  • Salzburg 9.211         
  • Burgenland 1.783         
  • Österreich gesamt 143.253
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