Knapp ein Viertel der Anzeigen in Wien betraf Einbrüche (14.435), gegenüber 2008 gab es diesbezüglich ein Plus von 1.097 Delikten. Ähnlich sieht es beim Diebstahl mit 15.968 gemeldeten Straftaten und einer Zunahme um 691 Anzeigen aus. Auch Geldfälschungsdelikte sorgten laut BK für einen Anstieg der Straftaten. Nach wie vor würden 100-Euro-Scheine einer Blütenserie in Supermärkten, Tankstellen und Geschäften in Umlauf gebracht.
Starke Zunahme auch in Kärnten
Eine ähnlich starke Zunahme (plus 8,2 Prozent) wie in Wien gab es im ersten Quartal auch in Kärnten, dort wurden 6.868 Delikte gemeldet. Auch die Sicherheitssituation sieht nach Angaben des BK dort ähnlich aus. Für große Probleme würden Einbrüche (plus 1.227 Anzeigen) und Geldfälschungen (plus 758 Anzeigen) sorgen. Die Zunahme in realen Zahlen war in diesen Deliktgruppen insgesamt größer als im Ballungszentrum Wien.
Niederösterreich auf Platz zwei im Negativ-Ranking
Den prozentuell größten Anstieg (plus 9,6 Prozent) verzeichneten die Behörden in Niederösterreich. Das Bundesland belegt insgesamt Platz zwei im Negativ-Ranking mit den meisten Delikten. Insgesamt gab es dort bis Ende März 20.178 Strafanzeigen. Zurückzuführen sei der Anstieg vor allem auf einen großen Betrugsfall, der alleine 1.000 Einzeldelikte umfasse. Es handelt sich dabei um den Konkursfall eines Reisebüros, in dem gegen drei Verantwortliche ermittelt wird. Die Schadenssumme wurde zuletzt auf eine halbe Million Euro beziffert.
Im Burgenland und in Salzburg weniger Delikte als voriges Jahr
Die drittgrößte Gesamtzahl an Anzeigen gab es in Oberösterreich (17.823), dort wurde einen Anstieg von rund 2,5 Prozent verzeichnet, auch in Vorarlberg gab es um 3,8 Prozent mehr gemeldete Straftaten als im Vergleichszeitraum 2008. In den restlichen Bundesländern zeigte die Statistik weniger Delikte als im vergangenen Jahr. Das erfreulichste Ergebnis gab es im Burgenland (minus 6,2 Prozent) und in Salzburg (minus 5,0 Prozent).
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