11.08.2005 13:02 |

Strafzettel, ade!

Versicherung für Falschparker und Raser

Schwedische Autofahrer, die in ihrer Heimat in die Radarfalle tappen oder ihr Vehikel falsch parken, brauchen sich deshalb keine grauen Haare wachsen lassen. Eine Versicherungsgesellschaft bietet notorischen Straßenrowdys nämlich an, für 90 Euro pro Jahr die Strafzettelkosten zu übernehmen. Ein ähnliches Offert - die so genannte "Raserversicherung", die inzwischen nicht mehr verkauft werden darf - hat im Vorjahr auch in Österreich für Aufsehen gesorgt...
Das Paket des Anbieters aus Schweden kommt den Kunden auf 90 Euro pro Jahr. Im Gegenzug blecht die Versicherung die Strafzettel fürs Rasen. Allerdings nur drei Delikte jährlich und wenn die Überschreitung des Speed-Limits nicht über 30 km/h liegt. Wer noch ein paar Euro extra springen lässt, bekommt zusätzlich einen Schutz gegen Falschparken.

Ein Angebot, das in Schweden durchaus Sinn macht: Dort zu parken, wo man nicht darf, wird mit Strafen zwischen 45 und 75 Euro belegt, Raser müssen im schlimmsten Fall bis zu 215 Euro berappen.
 
Aus für Raserversicherung in Österreich
Im Jahr 2004 hat auch in Österreich ein ähnliches Versicherungsangebot für Aufregung gesorgt. Der Vorarlberger Politiker Walter Gau, im Zivilberuf Versicherungsmakler, bot damals eine Versicherung zum Schutz vor Radarstrafen an. Mit Gaus "Raserversicherung" ("Supergau-Crazy-Card") wären Geschwindigkeitsübertretungen billiger gewesen. Neben der Rückerstattung von Parkstrafen oder Abschleppkosten wären 70 Prozent der Kosten von Radarstrafen übernommen worden.
 
Eine Überprüfung der rechtlichen Hintergründe der "Crazy Card" in Liechtenstein, wo Gaus Versicherungsagentur ihren Sitz hat, kam allerdings zum Schluss, dass Gau keine Bewilligung zum Verkauf der "Raserversicherung" bekommt.
Montag, 08. März 2021
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