Altes Kultobjekt

Eidring aus Gold in Deutschland entdeckt

Wissen
23.02.2009 10:18
Einen rund 2.800 Jahre alten Ring aus purem Gold haben Archäologen in Sachsen-Anhalt gefunden. Dieser sogenannte Eidring wurde bei Grabungen auf einer Baustelle bei Könnern entdeckt. Experten waren dort auf eine bronzezeitliche Siedlung gestoßen waren. Nach Angaben des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle hat der Ring ein Goldgewicht von 45,2 Gramm.

Bei ihren Ausgrabungen fanden die Archäologen zudem eine 15 Zentimeter lange Lanzenspitze aus Bronze sowie zahlreiche Keramikscherben, Tierknochen und Umrisse von Pfosten. "Eigentlich stammen diese Ringe aus dem nordischen Kreis der Bronzezeit" sagte Archäologe Cornelius Hornig am Sonntag. Sie seien seit dem 19. Jahrhundert häufig auf dänischen Inseln als Grabbeigaben entdeckt worden.

Alte Kultobjekte
"Die Wissenschaft vermutet aufgrund der skandinavischen Mythologie, dass Eidringe als Kultobjekt benutzt wurden", sagte Hornig. Demnach wurden die aus Gold oder Bronze gefertigten Ringe von bronzezeitlichen Tempelpriestern benutzt und ihnen magische Kräfte nachgesagt. Die Priester legten den Ring auf den Altar, die Menschen berührten den Ring und schworen darauf einen Eid. "Das war so ähnlich, wie es heute noch mit der Bibel geschieht", erklärte der Wissenschaftler.

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