Fr, 17. August 2018

Mit Bullenpower

09.02.2009 14:53

Red Bull enthüllt neuen RB5-Boliden

Wie zuletzt üblich ohne spektakuläre Show hat das austro-englische Formel-1-Team Red Bull Racing am Montag in Südspanien das neue Auto für die Grand-Prix-Saison 2009 präsentiert. Neo-Pilot Sebastian Vettel enthüllte zusammen mit dem nach einem Beinbruch noch immer stark humpelnden Teamkollegen Mark Webber in Jerez de la Frontera, wo in den kommenden Tagen Testfahrten stattfinden, den aus der Feder von Chefdesigner Adrian Newey stammenden RB5.

Der österreichische Teambesitzer und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz setzt seine Hoffnungen neben dem verbesserten Renault-Motor vor allem auf Neuzugang Vettel, der 2008 für das Schwester-Team Toro Rosso in Monza überraschend den GP von Italien gewonnen hat. Der 21-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Walchwil am Zugersee (Schweiz) ist damit der jüngste Sieger der Formel-1-Geschichte.

Vettel absolviert Jungfernfahrt
Die Präsentation in Jerez verlief wie schon im Vorjahr unspektakulär. Das Auto wurde vor die Garage geschoben, danach gab es Fotos mit den Fahrern und dem Kern-Personal. Teambesitzer Mateschitz wird sich persönlich aber erst am kommenden Mittwoch vom Look und den Qualitäten des neuen Autos überzeugen. Die Jungfernfahrt im neuen Red-Bull-Auto durfte am Montag Vettel absolvieren. Der australische Teamkollege Webber, der nach seinem Beinbruch bei einem Radunfall im Herbst immer noch humpelt, testet den neuen Boliden in den kommenden Tagen.

Neubeginn durch Regeländerungen
"Das Team ist gut aufgestellt, um von den Regeländerungen zu profitieren", sagte Teamchef Christian Horner. "Es gibt keinen Grund, warum wir das mit den neuen Regeln nicht auch schaffen sollten", urteilte der Engländer. Newey war letztlich auch hauptverantwortlich für den Toro Rosso gewesen, mit dem Vettel im Vorjahr gewonnen hatte. Die Saison 2009 ist aufgrund gröberer Regeländerungen (Profillose Reifen, völlig geänderte Aerodynamik, KERS-System usw.) sowie drastischer Sparmaßnahmen der größte Neubeginn in der Formel 1 seit Jahrzehnten.

"Die tiefgreifendste Regeländerung seit der Einführung der glatten Unterböden 1983", sagte Newey in Spanien. Sein neues Auto ist eine weitgehende Neukonstruktion. "Wir haben praktisch mit einem weißen Blatt Papier begonnen", erklärte Newey. Insgesamt folgt aber auch der RB5 natürlich den neuen Vorgaben und hat trotz Neweys "Schlankheits-Faible" einen tieferen und breiteren Front- sowie einen schmäleren und höheren Heckflügel.

Red Bull senkt Budget drastisch
Auch Red Bull hatte dank der Sparmaßnahmen sein Budget drastisch senken können. Firmen-Konsulent und Motorsport-Beauftragter Helmut Marko hatte zuletzt gemeint, dass diese Situation eine spezielle Chance für alle Teams darstelle und man selbst auch darauf hoffe, den "großen Wurf" geschafft zu haben. In Jerez wurde der RB5 prompt auch schnell wieder abgedeckt und vor allem darauf geachtet, das auch bei einigen anderen Teams eigenwillig geformte Heck (Diffusor) nicht zu sehr ins Rampenlicht zu rücken.

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