Qualvoll erstickt

Täter drei Jahre nach Mord an Juwelierin gefasst

Wien
30.01.2009 17:17
Mehr als drei Jahre nach dem schockierenden Raubmord an der damals 85-jährigen Wiener Juwelierin Elisabeth S. wurde der mutmaßliche Täter nun gefasst. Zielfahnder des Bundeskriminalamtes spürten den per Haftbefehl gesuchten Serben in einem Fischrestaurant in der russischen Hauptstadt Moskau auf.

Der Fall hatte im September 2005 für Schlagzeilen gesorgt. Elisabeth Schamböck, für die das kleine Juweliergeschäft in Ottakring ihr Leben war, wurde von einer Angestellten ermordet aufgefunden. Die 85-jährige Geschäftsfrau war zuerst brutal gefoltert und schließlich erstickt worden. Schmuck und Uhren im Wert von zehntausend Euro fehlten. 

Serbe war nach Raubmord untergetaucht
DNA-Spuren am Tatort führten zu einem damals in Wien lebenden, vorbestraften Serben. Er war nach dem Raubmord aber untergetaucht. Doch Zielfahnder des Bundeskriminalamtes verfolgten die Spur des gesuchten jungen Mannes nun mehr als drei Jahre später bis nach Russland. 

Dorthin war er mit seiner Mutter zu einer Behandlung in einer teuren Privatklinik geflogen. Das Geld dafür dürfte vom Drogenhandel stammen. "Als der Verdächtige in einem Fischrestaurant zu Abend aß, klickten die Handschellen", so Oberst Reinmüller. Vladimir, der gefälschte Ausweise bei sich hatte, wartet jetzt auf seine Auslieferung.

Von Christoph Budin

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