Der Fall hatte im September 2005 für Schlagzeilen gesorgt. Elisabeth Schamböck, für die das kleine Juweliergeschäft in Ottakring ihr Leben war, wurde von einer Angestellten ermordet aufgefunden. Die 85-jährige Geschäftsfrau war zuerst brutal gefoltert und schließlich erstickt worden. Schmuck und Uhren im Wert von zehntausend Euro fehlten.
Serbe war nach Raubmord untergetaucht
DNA-Spuren am Tatort führten zu einem damals in Wien lebenden, vorbestraften Serben. Er war nach dem Raubmord aber untergetaucht. Doch Zielfahnder des Bundeskriminalamtes verfolgten die Spur des gesuchten jungen Mannes nun mehr als drei Jahre später bis nach Russland.
Dorthin war er mit seiner Mutter zu einer Behandlung in einer teuren Privatklinik geflogen. Das Geld dafür dürfte vom Drogenhandel stammen. "Als der Verdächtige in einem Fischrestaurant zu Abend aß, klickten die Handschellen", so Oberst Reinmüller. Vladimir, der gefälschte Ausweise bei sich hatte, wartet jetzt auf seine Auslieferung.
Von Christoph Budin
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