16.01.2009 11:06 |

Trotz Schneedecke

"Gelassener" Einsatz der Grazer Räumfahrzeuge

Die Telefone in unserer Redaktion sind am Mittwochvormittag heißgelaufen: Zahlreiche Anrufer beschwerten sich nach dem neuerlichen Wintereinbruch in Graz (Schauplatz des Unfalls im Bild) über die "Untätigkeit" der Wirtschaftsbetriebe. Die hatten nämlich erst kurz nach 10.00 Uhr am Vormittag mit der Schneeräumung begonnen...

Verschneite Fahrbahnen, durchdrehende Reifen - der Winter hat Graz am Mittwoch wieder einmal eiskalt erwischt! Das dachten sich zumindest viele Grazer beim Anblick der ungeräumten Straßen in der ganzen Stadt.

Einsatzkräfte in Sorge um den Asphalt
Gerhard Egger, Leiter der Grazer Wirtschaftbetriebe, klärt auf: "Der Schneefall an diesem Vormittag war grenzwertig. Wenn wir unter fünf Zentimeter Schnee pflügen, machen wir die Straßen kaputt!" Verschlafen habe man nicht: "Ab 4.00 Uhr in der Früh waren wir im Einsatz. Wir haben gestreut, da alles mit Eisregen rechnete." Kurz nach zehn Uhr waren dann auch die Räumfahrzeuge unterwegs. Egger bittet um Verständnis: "Sommerliche Bedingungen können auch wir nicht herstellen..."

Eisregen und Schneefall in ganz Österreich
Gefrierender Regen und Schneefall haben am Mittwoch seit den frühen Morgenstunden in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland sowie Teilen Kärntens und der Steiermark für umfangreiche Verkehrsbehinderungen gesorgt. In Graz blieb die weiße Pracht wenige Zentimeter hoch liegen.

Auch noch Busse mit Sommerreifen unterwegs
Die Autobahnmeistereien der Asfinag waren in der Steiermark mit insgesamt 34 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz. Die neuen Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) im Großraum Graz warnten die Lenker zusätzlich vor Glatteis. Teilweise wurde das Tempo auf 60 km/h beschränkt. Trotzdem kam es auf den Autobahnen immer wieder zu kleineren Auffahrunfällen, Pkw gerieten reihenweise ins Schleudern. Das sei laut Polizei auch darauf zurückzuführen, dass noch immer zahlreiche Busse und Autos mit Sommerreifen unterwegs seien.

Besonders problematisch war laut ÖAMTC die Situation auf der Westautobahn (A1) im Wienerwaldgebiet sowie auf der "Süd" (A2) im Bereich Pack und Wechsel. Immer wieder mussten Fahrstreifen wegen Aufräumungsarbeiten nach Kollisionen gesperrt werden.

Schwerer Unfall bei Gleisdorf
Einer der schwersten Unfälle in der Steiermark - mit drei Verletzten, davon zwei schwer - ereignete sich Mittwoch früh in Nitscha bei Gleisdorf. Gegen 8.00 Uhr rutschte die Pensionistin Josefa R. (71) aus Ilztal mit dem Auto auf der schneeglatten Fahrbahn nach links und prallte gegen einen Pkw, den der Grazer Roland P. (32) lenkte. Sein Wagen wurde gegen ein weiteres Fahrzeug geschleudert. Die Oststeirerin und der Grazer erlitten Brüche, eine Frau kam mit Prellungen davon.

Frontalcrash in Graz
Auch in Graz kam es in der Wienerstraße zu einem Frontalzusammenstoß. Ein Pkw prallte im Bereich der Stadtgrenze gegen einen Kleinbus (siehe Bild). Eine Person musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

von Ernst Grabenwarter ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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