18.12.2008 18:07 |

Plünderer gehen um

40.000 Christbäume werden jährlich gestohlen!

Prächtige Fichten, stramme Tannen - genau auf diese Bäumchen haben es dieser Tage Diebe abgesehen. Und sie hinterlassen auf den heimischen Ständen, aber auch in den Wäldern, Lücken, die so schnell nicht wieder zu schließen sind. Denn nach Schätzungen der Züchter verschwinden jährlich 40.000 Christbäume aus Feld und (Stadt-)Flur. Allein von Wiener Märkten wurden im vergangenen Jahr 300 Bäume gestohlen. Jetzt patrouillieren eigene Christbaumwächter.

"Ein Jammer ist das. Und eine himmelschreiende Ungerechtigkeit noch dazu", sagt Christbaumproduzent Willi Gressl aus Maria Taferl in Niederösterreich. Alljährlich machen sich er und sein Bruder in die Bundeshauptstadt auf, um den Wienern die besonders gerade gewachsenen Waldviertler Nordmanntannen zu bringen. Viele werden verkauft, viele aber auch gestohlen. Jetzt bewaffnen sich die blau-gelben Züchter mit Kameras und patrouillieren um die Kulturen.

Zäune und Licht helfen
Der steirische Produzent Alexander Tacoli schützt sich bei seinem Hauptstand in Friedau in Niederösterreich mit Zäunen und viel Licht gegen die lichtscheuen diebischen Gestalten. "Das hilft", versichert der Förster.

Umweltfrevel durch "Waldbesucher"
Nahezu machtlos sind seine Berufskollegen allerdings gegen die "grünen" Räuber, die sich mitten aus dem Wald ihre Beute holen. Dort richten die Christbaumdiebe noch mehr Schaden an: Denn die Tannen und Fichten werden einen Meter über dem Boden abgeschnitten. Zurück bleiben nackte Stümpfe. Von Zehntausenden gestohlenen Bäumchen. . .

Von Mark Perry und Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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