1. Test erfolgreich

Stammzellentherapie gegen Amputationen?

Wissen
05.11.2008 14:42
In Italien haben Wissenschaftler in einem aufsehenerregenden Experiment eine Stammzellentherapie an einem Bein durchgeführt, das nach einer irreversiblen Ischämie (Blutleere) schwer geschädigt war. Dabei wurden die Stammzellen aus dem Knochenmark des Patienten entnommen und unmittelbar danach in sein Blut übertragen. Die Behandlung war erfolgreich, der Mann ist genesen. Bei Fällen dieser Art ist normalerweise eine Beinamputation unausweichlich.

"Der Erfolg hat uns recht gegeben", erklärt Francesco Alessandrini, Leiter des multidisziplinären Teams aus Wissenschaftlern an der Universität von Campobasso. Der Patient sei wohlauf und habe keine Schmerzen. Auch die Temperatur des behandelten Beines sei nach der Kur wieder normal. Der Betroffene habe sogar nach einigen Tagen begonnen, wieder ohne Hilfe zu gehen. Das Experiment war vom Ethikausschuss der Universität, die auch die Finanzierung des Projekts übernommen hat, genehmigt worden. 

Alternative Methode zur Heilung von Gefäßkrankheiten
"Wir wollen nicht die herkömmlichen Methoden zur Heilung von Gefäßkrankheiten ersetzen, sondern eine wirksame Alternative für diejenigen Patienten schaffen, bei denen herkömmliche Therapieversuche nach einem ischämischen Hirninfarkt nicht angesprochen haben", so der Forscher weiter. "Stammzellen sind bisher überwiegend zur Bekämpfung von Blutkrebs oder anderen Blutkrankheiten verwendet worden. Unser Ziel ist, Blutgefäße zumindest teilweise zu reaktivieren und den Blutkreislauf wiederherzustellen."

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