So, 23. September 2018

Ernste Ansage

01.11.2008 11:47

ÖVP-Chef Pröll: "Nächste Woche wird viel zeigen"

"Tempo!", "Nonstop aufs Gas steigen" - das waren die Worte von SPÖ-Chef Werner Faymann und ÖVP-Chef Josef Pröll nach der zweiten großen Verhandlungsrunde am Donnerstag. Etwas präzisiert hat seine Vorstellung von "aufs Gas" am Freitag der geschäftsführende ÖVP-Obmann Pröll: Er erwartet nächste Woche eine Vorentscheidung, ob seine Partei eine neue Koalition mit der SPÖ eingehen wird. Pröll sieht erst dann eine "Endphase der Entscheidung" über eine Neuauflage von Rot-Schwarz nahen, wenn etwa das Thema Finanzen nächste Woche erfolgreich besprochen ist. Der Widerstand in Teilen der ÖVP gegen eine Große Koalition ist ja indes nicht verschwunden.

Die nächste Woche werde "viel zeigen", ob es möglich sei oder nicht, sagte Pröll am Freitag im Radio Ö1. Wenn man sich bis zur nächsten großen Runde am kommenden Donnerstag auf die Eckpunkte der Staatsfinanzen einigen könne, dann sei er optimistisch, dass man "in ein paar Wochen in den Endphase der Entscheidung" kommen könne. Wenn nicht, dann sehe er die Lage etwas pessimistischer, weil dann die gemeinsame Basis für ein tragfähiges Arbeiten nicht gesehen werden könne.

Der burgenländische SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl hatte bereits am Donnerstag nach der großen Runde erklärt, dass bis nächste Woche ein Budgetfahrplan erarbeitet und der finanzielle Spielraum für die Legislaturperiode abgesteckt werden müsse.

Mehr über die Geschehnisse bei der großen Verhandlungsrunde am Donnerstag findest du im Bericht in der Infobox!

Pröll: Nicht "mir nix dir nix" in eine Koalition
Sein Verhältnis zu SPÖ-Chef Werner Faymann sieht Pröll nach den Parlamentsbeschlüssen gegen die ÖVP unmittelbar vor der Wahl weiterhin getrübt. "Da sind Dinge passiert, die es für die ÖVP nicht so einfach machen, überbordend fröhlich und mir nix dir nix in eine Koalition zu gehen." Er habe sich sein Bild gemacht, die Gesprächsbasis sei zwar nicht dramatisch erschüttert, aber er sei "etwas wachsamer geworden", sagte Pröll.

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