Mo, 20. August 2018

Blutiger Anschlag

30.10.2008 13:45

Taliban sprengt sich in Ministerium in die Luft

Bei einem Selbstmordanschlag auf das afghanische Informations- und Kulturministerium in Kabul sind am Donnerstag fünf Menschen in den Tod gerissen worden. 18 weitere Personen erlitten laut Polizeiangaben Verletzungen, das Gebäude wurde zum Teil schwer beschädigt. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Ziel des Attentats seien ausländische Berater gewesen.

Der Attentäter habe zwei Polizisten erschossen, bevor er das Gebäude betreten habe, erklärte ein Wachmann. Anschließend habe er sich in der Halle in die Luft gesprengt. Ein Taliban-Sprecher erklärte dagegen, drei Angreifer hätten das Ministerium gestürmt und Handgranaten auf die Wachleute geschleudert.

Anschlag während einer Pressekonferenz
Das Attentat sei während einer Pressekonferenz im Informationsministeriums verübt wurde, sagte der stellvertretende Polizeichef von Kabul, Alischah Ahmadsai. Die Polizei nahm einen Mann fest. Ein Mitarbeiter des Ministeriums, der ungenannt bleiben wollte, sagte, Sicherheitskräfte hätten versucht, den Attentäter aufzuhalten und das Feuer auf den Mann eröffnet.

Das Informations- und Kulturministerium liegt in der Innenstadt von Kabul an einer großen Kreuzung. Im Juli hatte ein Selbstmordattentäter vor der indischen Botschaft in Kabul einen Sprengsatz gezündet und mehr als 60 Menschen in den Tod gerissen.

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