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30.10.2008 14:59

Einbrecher nützen jetzt die dunklen Abende

Wie die Fledermäuse schwärmen Einbrecher in der Dämmerung vor allem im Zentralraum von Oberösterreich aus, knacken jeden Tag im Durchschnitt sechs Häuser! Jetzt haben die Jäger einen ersten Erfolg zu verzeichnen: In Asten wurden zwei Rumänen (37, 42) nach einem Dämmerungs-Coup rasch geschnappt.

Mehr als 70 Dämmerungseinbrüche hat die Polizei seit dem 16. Oktober in Oberösterreich gezählt. Jeder dritte passiert in Linz, gefolgt von Wels, Leonding, Sattledt und Marchtrenk. Selten verirren sich Dämmerungs-Gauner aus dem Zentralraum hinaus. In St. Peter/Hart, St. Georgen im Attergau, Gunskirchen oder Meggenhofen gab es nur einzelne Meldungen. Und die Gauner haben ihre Taktik verändert!

"Es wird nicht mehr ausgekundschaftet. Die Täter fahren von Durchzugsstraßen ab, schauen, welches Haus unbeleuchtet ist oder wo gerade die Familie wegfährt und brechen sofort ein", erklärt Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Der Rest blieb gleich: Terrassentür aufgezwängt, alles nach Geld, Schmuck durchsucht. Elektrogeräte bleiben zurück. Wie bei Krone-Fotograf Horst Einöder, dessen Wohnung in Linz durchwühlt und Schmuck verschwunden, die Kameras unberührt geblieben waren.

"Das Problem ist nicht der materielle Verlust, die Banden machen meist nur einige hundert Euro Beute. Die Leute macht es fertig, dass Fremde in ihrer Wohnung waren", weiß Rudolf Keplinger, Chef des Landeskrimialamts OÖ. Seine Beamten sind verstärkt im Einsatz, haben nach dem Alarm in Asten am Dienstagabend die im deutschen Auto flüchtenden Rumänen rasch gefasst. Das Duo hatte die erbeuteten zehn Goldmünzen schon versteckt. Jetzt werden Spuren mit anderen Tatorten verglichen.

Wo im Land besonders oft eingebrochen wird - und was du dagegen tun kannst! - findest du in der Infobox!

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