Fr, 17. August 2018

Schmucker Dino

23.10.2008 08:41

Gefiederter Dinosaurier in Mongolei ausgegraben

Einen gefiederten Dinosaurier, der jedoch nicht fliegen konnte, haben chinesische Forscher in der Inneren Mongolei ausgegraben. Das taubengroße Tier besaß vier ungewöhnlich lange Schwanzfedern, die es zum Balzen nutzte, wie die Wissenschaftler im britischen Fachjournal "Nature" vom Donnerstag beschreiben.

In der Evolution der Vögel seien somit Schmuckfedern lange vor den Flugfedern entstanden. Die bisher unbekannte Urechse lebte in der Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren und erhielt den Namen Epidexipteryx hui. Epidexipteryx bedeutet so viel wie Balzfeder, hui ehrt den Paläontologen Yaoming Hu.

Die neue Dinosaurierart gehört zur Gruppe der zweibeinigen Theropoda, aus der sich später die Vögel entwickelten. Wie die Forscher um den Paläontologen Fucheng Zhang von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking erklären, war Epidexipteryx ein Repräsentant dieses Übergangs. Seine Haut war von Federn bedeckt; da diese jedoch keine Federkiele besaßen, konnte der Saurier nicht fliegen. Die vier langgestreckten, bandähnlichen Schwanzfedern hingegen entsprachen in ihrer Struktur derjenigen von Federn heutiger Vögel.

Epidexipteryx ist der bisher älteste entdeckte Echsenbeckendinosaurier mit Federn, die lediglich dem Aussehen und nicht dem Fliegen dienten. Der Balzsaurier war kleiner als die meisten anderen vogelartigen Saurier: er wog nur etwa 160 Gramm. Bei dem gut erhaltenen Fossil handelt es sich um ein halbwüchsiges Tier. Es besaß einen länglichen Kopf und besonders große Frontzähne.

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