Mo, 20. August 2018

Rote Zahlen

20.10.2008 13:41

Hypo Group kann erst 2009 wieder verdienen

Bei der Hypo Group Alpe Adria sind, laut Eigentümer BayernLB, weitere Aufräumarbeiten zu erledigen. Ein Kreditportfolio von 500 Millionen Euro "bedarf einer intensiven Bearbeitung", sagte Hypo-Chef Tilo Berlin in Klagenfurt. Von der Finanzkrise sei die Hypo Group aber kaum betroffen, heißt es.

In diesem Jahr dürften sich die Belastungen der Bank durch die Bereinigung des Kreditportfolios auf rund 70 bis 100 Millionen Euro belaufen, sagte Hypo-Chef Tilo Berlin.

Schwarze Zahlen erst im nächsten Jahr
Im ersten Halbjahr 2008 verbuchte die Hypo Group Alpe Adria einen Verlust von 62 Millionen Euro, dagegen war im gesamten Jahr 2007 unter dem Strich noch ein kleiner Gewinn von 3,1 Millionen Euro gestanden. Ein Prognose für das laufende Jahr wollte der Hypo-Group-Chef nicht abgeben. Für das nächste Jahr seien wieder schwarze Zahlen angepeilt.

Kredite liegen länger zurück
Tilo Berlin war 2006 mit seiner Berlin & Co. AG bei der Hypo eingestiegen. Die problematischen Kredite stammten noch aus der Zeit vor seinem und dem Engagement der BayernLB, sagte er.

Hypo-Eigentümer braucht Hilfe
Nun erreicht die Finanzkrise indirekt Kärnten. Denn am Sonntag wurde bekannt, dass die Bayerische Landesbank (BayernLB) - sie hält 57 Prozent an der Hypo - möglicherweise als erste deutsche Bank das staatliche Rettungspaket in Anspruch nehmen wird.

Kärntner Landesholding bleibt gelassen
Für Josef Martinz, den Chef der Kärntner Landesholding, die noch 16 Prozent an der Hypo hält, kein Problem: "Die Bayern haben immer gesagt, die Hypo ist wichtig und bleibt wichtig. Und ganz umfallen kann die BayernLB sicher nicht."

Hypo von Finanzkrise "wenig beeinträchtigt
Von der Finanzkrise sieht sich das österreichische Institut derzeit "wenig beeinträchtigt", es seien "keine nennenswerten Belastungen" zu erwarten. Die Bank mit rund 7.400 Mitarbeitern und mehr als 1,2 Millionen Kunden ist in zwölf Ländern aktiv und verspricht sich vor allem in den Wachstumsmärkten Osteuropas Chancen.

BayernLB profitiert klar vom Hypo-Engagement
BayernLB-Chef Michael Kemmer zog nach einem Jahr eine positive Bilanz des Engagements. Bereits jetzt steuerten Österreich und die Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa rund ein Drittel zu den Konzernerträgen bei, erklärte Kemmer in einer Mitteilung.

Von Fritz Kimeswenger/Kärntner Krone und www.kaerntnerkrone.at

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