So, 19. August 2018

Eishockey-Liga

17.10.2008 23:29

Spitzentrio siegte erst nach "Überstunden"

In der 12. Runde der Erste Bank Eishockey Liga musste das Spitzentrio am Freitagabend "Überstunden" leisten. Spitzenreiter HK Jesenice verteidigte seinen Drei-Punkte-Vorsprung dank eines 3:2 nach Penaltyschießen gegen Szekesfehervar, die zweitplatzierten Vienna Capitals gewannen beim VSV mit 6:5 nach Verlängerung und der KAC, vier Punkte zurück, fügte den Innsbrucker Haien mit 4:3 nach Verlängerung die vierte Niederlage in Serie zu. Die Black Wings Linz bezwangen Schlusslicht Laibach 5:4 und sind Tabellensechste.

Tabellenführer HK Jesenice hat sich am Freitag gegen Szekesfehervar zu einem 3:2 (1:0,0:2,1:0/0:0;1:0) nach Penaltyschießen gemüht. Zweimal Pare (7. 54./PP) bzw. Couture (25./PP) und Palkovics (30.) hatten vor 2.500 Zuschauern in der regulären Spielzeit getroffen, ehe David Rodman nach torloser Verlängerung im Shoot-Out den Heimsieg sicherstellte. Die Slowenen behaupteten nach der 12. Runde im Duell der Landesmeister den Dreipunktevorsprung auf die Konkurrenz in der Erste Bank Eishockey Liga.

Linz gewann drittes Spiel in Folge
Die Black Wings Linz haben am Freitagabend ihren dritten Sieg in Serie gefeiert. Die Partie gegen den Tabellenletzten Olimpija Laibach war jedoch mühsamer als von den Oberösterreichern erwünscht, erst acht Sekunden vor Schluss sorgte Markus Matthiasson für den 5:4 (0:1,2:2,3:1)-Endstand. Bei den Laibachern gab der kanadische Coach Randy Edmonds sein Debüt.

Obwohl die Black Wings stets die überlegene Mannschaft war, lagen sie nach 25 Minuten plötzlich 0:3 zurück. Greg Kuznik (17./PP) und Brendan Yarema sowie Jurij Golicic mit einem Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden in der 25. Minute hatten den Tabellenletzten aus Laibach in Front gebracht. Matthias Iberers Anschlusstreffer in der 27. Minute war jedoch die Initialzündung für die Aufholjagd der Linzer, die nach weiteren Toren von Iberer (38.), Gregor Baumgartner (43./PP) und Philipp Lukas (48.) in Führung gingen. Zwar glich Frank Banham (57./PP) mit einem Schuss von der blauen Linie noch einmal aus, in den Schlussminuten sorgte aber das Powerplaytor von Matthiasson für die Entscheidung.


VSV verlieren gegen Vienna Capitals
Der Villacher SV hat sich gegen die Vienna Capitals vor Heimpublikum nach Verlängerung 5:6 (1:2,4:2,0:1/0:1) geschlagen geben müssen. Die Kärntner kassierten vor 3.700 Zuschauern nach zuletzt vier Heimsiegen wieder eine Niederlage. Die Wiener, die eine 4:1-Führung aus der Hand gegeben hatten, punkteten auch im achten Spiel in Folge und gewannen nach dem 1:0 vor eigenem Publikum auch das Rückspiel in Villach.

Die "Caps", die den angeschlagenen Einser-Tormann Labbe hatten vorgeben müssen und stattdessen den 19-jährigen Rudolf Hummel aufgeboten hatten, gingen durch Divis (9.) in Führung. Die Villacher kamen durch Peintner (15.), dem das erste Saisontor gelang, zum verdienten Ausgleich. Neun Sekunden vor der Pausensirene brachte Casparsson die Gäste im Powerplay aber neuerlich in Front.

Gratton (22.) in Überzahl und abermals Divis (27.) sorgten dann im Mitteldrittel für vermeintlich klare Verhältnisse zugunsten der Capitals. Vier VSV-Tore binnen 5:16 Minuten brachten dann jedoch die zwischenzeitliche Wende. Zweimal Teamspieler Kaspitz (30., 33.), Mapletoft (31.) und Cavanaugh (35.) ließen den Villacher Fans kaum Zeit zum Verschnaufen und stellten auf 5:4. Danach fiel bis zwei Minuten vor Schluss kein weiteres Tor, ehe Divis mit seinem dritten Treffer die Verlängerung erzwang. Den 6:5-Endstand besorgte Lebeau im Powerplay, nachdem Petrik nach einem unnötigen Foul auf der Strafbank saß.

KAC besiegt "Haie" in Ovbertime
Die Negativserie der Innsbrucker Haie ist in der 12. Runde gegen Rekordmeister KAC verlängert worden. Diesmal retteten sich die Haie zwar in die Overtime, aber die Kärntner gewannen schließlich doch mit 4:3. Im Tor der Tiroler stand erstmals wieder Mikko Strömberg. Der Finne, der erst am Donnerstag in Insbruck eintraf, ersetzte den verletzten Seamus Kotyk, wie schon im Vorjahr als Strömberg für 24 Runden im Innsbrucker Gehäuse stand.

Die Innsbrucker begannen sehr ambitioniert und hatten durch Steve Guolla (9.) und Chad Hinz (10), der nur den Pfosten traf, die ersten großen Chancen. Doch der KAC ließ sich nicht aus seinem Konzept bringen und spielte ruhig weiter. In der 19. Minute wurde diese Taktik belohnt: Sean Brown wurde bei seinem Solo nicht behindert, auch HCI-Goalie Strömberg agierte unglücklich, und der KAC-Angreifer traf zum 1:0.

Gleich nach der ersten Drittelpause schafften die Tiroler nach einer tollen Kombination den Ausgleich. Kent Salfi verwertete ein Murray-Zuspiel aus kurzer Distanz (22.). Doch bereits zwei Minuten später gingen die Gäste erneut in Führung. Während der HCI im ersten Drittel drei Überzahlmöglichkeiten ausließ, nutzte der KAC seine erste Powerplay-Chance schon nach 14 Sekunden. Jeffery Shantz leistete hervorragende Arbeit, und Kirk Furey brauchte den Puck nur noch reinzuschieben. Als der KAC sich nach einem Unterzahl-Spiel gerade formierte, erzielte HCI-Verteidiger Gerhard Unterluggauer mit einem trockenen Schuss von der blauen Linie den erneuten Ausgleich (38.).

Im Schlussdrittel gingen die Haie erstmals in Führung, nachdem der KAC im Powerplay einige Chancen ausgelassen hatte, erzielte Rich Brennan, der gerade von der Bank kam das 3:2 (54.). Kurz vor Drittel-Ende nützte KAC-Heimkehrer Christoph Brandner eine kleine Unsicherheit in der Tiroler Abwehr zum überfällige Ausgleich. 28 Sekunden vor Schluss der Overtime traf Michael Craig nach einem schweren Fehler von HCI-Kapitän Herbert Hohenberger zum letztlich verdienten Sieg.

Salzburg fertigt Graz 99ers ab
Schon am Donnerstag feierten die Bullen gegen die Graz 99ers in der heimischen Eisarena einen 7:0-Kantersieg und haben damit neun von zehn möglichen Punkten aus fünf Heimspielen geholt. Vorläufig sind die Bullen auch auf Platz zwei der Tabelle vorgestoßen.

Nur in den ersten Minuten einer sehr einseitigen Partie deutete noch nichts auf eine Salzburger Dominanz hin. Die Hausherren überstanden aber drei Zeitstrafen unbeschädigt und verwerteten ihre erste echte Chance perfekt: Schwab ließ mit einem Solo 99ers-Goalie Grumet-Morris keine Chance (11.).

Von da an hatte der Meister das Heft in der Hand, Graz ging sang- und klanglos unter. In der Defensive schwamm das Team von Bill Gilligan erheblich, nach vorne ergaben sich erst dann, als es bereits zu spät war, Chancen.

Noch im ersten Drittel machten die Gastgeber mit drei weiteren Treffern durch Rebek (17./PP) und Ulmer (18./PP, 20.) vorzeitig alles klar, erhöhten im zweiten Spielabschnitt durch Koch (39./PP) auf 4:0 und fixierten im finalen Drittel durch Trattnig und den 18-jährigen Heinrich (59.) den Endstand. Salzburg-Goalie Parisi, der im Finish noch einige gute Versuche der Gäste parierte, blieb zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer.

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