Sa, 18. August 2018

Trotz Wahlergebnis

14.10.2008 11:30

Schönborn: "Österreicher sind nicht rassistisch"

Die Österreicher sind nach den Worten von Kardinal Christoph Schönborn weder rassistisch noch rechtsradikal. Das Erstarken rechtsgerichteter Parteien bei den jüngsten Nationalratswahlen sei vielmehr Ausdruck eines Protestes gegen die Regierungsparteien in Wien gewesen, betonte der Wiener Erzbischof bei seiner Zusammenkunft mit dem Chef der staatlichen Religionsbehörde ("Diyanet") der Türkei, Ali Bardakoglu, in Ankara, wie die Zeitung "Hürriyet" am Dienstag berichtete.

Das Erstarken der Rechtsparteien bei der jüngsten Nationalratswahl sei lediglich ein Protest der Wähler gegen die Regierungsparteien, sagte Kardinal Christoph Schönborn heute bei seinem Zusammentreffen mit Ali Bardakoglu, dem Chef der staatlichen türkischen Religionsbehörde („Diyanet“). Keinesfalls seien die Österreicher Rassisten.

Schönborn und Bardakoglu diskutierten auch über die Ursachen der weltweiten Finanzkrise. Während der Leiter des türkischen Religionsamtes eher profane Gründe für die Krise anführte, sagte Kardinal Schönborn, man könne die Finanzkrise durchaus als Strafe Gottes betrachten.

Christoph Schönborn, der von Bardakoglu eingeladen wurde, ist der höchste katholische Würdenträger, der die Türkei seit der Reise von Papst Benedikt XVI im Jahr 2006 besucht. Die Europäische Union hat von der Türkei mit Nachdruck ein Ende der Benachteiligung nichtmuslimischer Religionen gefordert – auch die katholische Kirche wird in der Türkei rechtlich nicht anerkannt.

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