Di, 21. August 2018

Lenkerin gestoppt

12.10.2008 18:53

Geisterfahrt nach 28 Kilometern beendet

Haarscharf einer Katastrophe entgangen sind Autofahrer, die Sonntagfrüh auf der Wörthersee-Autobahn unterwegs waren. Eine Köchin (48) aus St. Urban war mit ihrem Pkw vom Osten Klagenfurts bis Velden als Geisterfahrerin unterwegs. Durch alle Tunnel, an allen Abfahrten vorbei, bis sie die Polizei endlich stoppte.

Wahrscheinlich war der dichte Bodennebel daran schuld, dass die 48-jährige Frau aus St. Urban bei der Auffahrt Klagenfurt-Flughafen mit ihrem Auto, einem "Fiat", die falsche Fahrtrichtung erwischte. Jedenfalls bemerkte sie den Irrtum nicht und steuerte ihren Wagen durch den Ehrentalerbergtunnel und die gesamte weitere Tunnelkette der Klagenfurter Autobahn-Nordumfahrung.

"Mehrere andere Autolenker gaben hektisch Lichtzeichen, doch die Frau setzte ihre Geisterfahrt fort", schildert ein Polizist.

Geisterfahrerin bei Velden gestoppt
Und es kam zu kritischen Situationen: "Einige Autolenker konnten ihre Fahrzeuge erst im letzten Moment verreißen und ausweichen. Glücklicherweise herrschte an diesem Sonntagmorgen nur geringer Verkehr", wissen die Beamten der Autobahnpolizei. Ihnen gelang es, auf Höhe von Velden die Geisterfahrerin zu stoppen. Mit ihrem Streifenwagen näherten sich die Polizisten der Köchin, in diesem Augenblick bemerkte die Frau die Gefahr und stoppte den "Fiat".

"Ich fahre bei Dunkelheit nicht so gerne"
Sofort wurde auch ein Alkomattest bei der 48-Jährigen durchgeführt, der jedoch negativ ausging. Die Geisterfahrerin hatte 0,0 Promille und begründete ihre Fahrt mit den schlechten Sichtverhältnissen durch den Nebel. "Außerdem fahre ich bei Dunkelheit nicht so gerne", ergänzte sie.

Von Fritz Kimeswenger/Kärntner Krone

Symbolbild

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